Co-Chef Aktienemission geht: Deutsche Bank verliert Top-Banker

Co-Chef Aktienemission geht
Deutsche Bank verliert Top-Banker

Die Deutsche Bank verliert einen ihrer bekanntesten Investmentbanker. Roland Lienau, einer der beiden Co-Chefs des Aktienemissionsgeschäfts in Deutschland, verlässt die Bank. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.

pot/rob/HB FRANKFURT. Ein Banksprecher teilte die Personalie am Dienstag mit und bestätigte damit einen Bericht des Handelsblatts. Das Aktiengeschäft soll jetzt Georg Hansel allein führen, der bisher mit Lienau gemeinsam an der Spitze der Sparte stand. Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu den Gründen von Lienaus Abschied äußern. In Finanzkreisen heißt es aber, es habe keinen Streit oder größere strategische Differenzen gegeben. Lienau strebe zunächst einmal eine Auszeit an, bevor eine neue Tätigkeit antrete. Der für sein selbstbewusstes Auftreten bekannte Lienau gehörte zu den ranghöchsten Investmentbanker der Deutschen Bank in ihrem Heimatland. Unter anderem saß er im Deutschland-Komitee, das von Jürgen Fitschen geführt wird.

An die Spitze des Aktiengeschäfts war Lienau 2005 gerückt. Zuvor hatte er den Aktienhandel geleitet. Unter anderem war er für die kürzliche Platzierung eines Pakets von Beiersdorf-Akten verantwortlich. Insgesamt war die Deutsche bei Aktienemissionen (Equity Capital Markets – ECM) in den letzten vergangenen beiden Jahren hier zu Lande Marktführer.

Auch beim Deutschland-Ableger der amerikanischen Bank Lehman Brothers dreht sich das Personalkarrussel. Rudolf Woetzel, der Chef der Fusions- und Übernahmeberatung (M&A), nimmt seinen Hut. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Dafür hat die Bank aber mit Patrick Schmitz-Morkramer einen neuen Co-Chef des gesamten Investment-Bankings in Frankfurt gefunden, das außer der Fusionsberatung auch das Emissionsgeschäft mit Aktien und Renten umfasst. Zweiter Co-Chef des Investment-Bankings neben Schmitz-Morkramer bleibt Michael Bonacker.

Lehman hat in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit erheblich investiert. In der Fusionsberatung kam die Bank laut den einschlägigen Hitlisten von Thomson Financial zuletzt auf dem sechsten Rang. Im Geschäft mit Aktien und Anleiheemissionen rangierte Lehman dagegen im vergangenen Jahr nicht unter den zehn größten Anbietern.

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