Commerzbank
Blessing hält an Zielen fest – trotz Herausforderungen

Die anhaltenden Niedrigzinsen und die schwache europäische Wirtschaft belasten die Commerzbank zunehmend: Die zweitgrößte deutsche Bank ist stark auf das Geschäft mit Privatkunden und Mittelständlern fokussiert.
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FrankfurtCommerzbank-Chef Martin Blessing geht ein weiteres Mal auf Distanz zu den Zielen für 2016. „Insgesamt wird es deutlich schwieriger, als wir 2012 gedacht hatten“, sagte er dem Manager-Magazin laut Vorabbericht vom Mittwoch. Kapitulieren wolle Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus aber nicht. „Ich sehe derzeit keinen Anlass, den Kampf aufzugeben, auch wenn er schwerer wird.“

Das wichtigste Ziel: 2016 soll die Kernbank – also ohne Berücksichtigung der Altlasten in der internen „Bad Bank“ – eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens zehn Prozent erzielen. 2014 waren es gerade einmal 7,3 Prozent, ohne Berücksichtigung des milliardenschweren Vergleichs mit den US-Behörden im Sanktionsstreit.

Das Problem besteht darin, dass die Commerzbank mit ihrer starken Fokussierung auf Privatkunden und den Mittelstand besonders verwundbar ist, wenn die Zinsen noch lange niedrig bleiben und die europäische Wirtschaft weiter schwächelt.

In Deutschland sitzt der Mittelstand zudem auf seinem Geld und fragt viel weniger Kredite nach als erhofft. Blessing hatte deshalb schon auf der Bilanz-Pressekonferenz im Februar betont, die Bank müsse mehr kämpfen. Auf die zweite Halbzeit komme es jetzt an.

Dabei stehen nach Blessings Worten auch die Kosten im Fokus, die runter müssen – allerdings nicht in Form eines neuen großen Sparprogramms, wie er nun in dem Interview betonte: „Wir wollen weg vom Programmdenken, Kosteneinsparungen sind ein dauerhafter Prozess.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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