Commerzbank-Chefvolkswirt
Bitcoins haben auf Dauer keine Chance

Der Bitcoin-Kurs ist diese Woche auf über 900 Dollar gestiegen – doch die Währung pendelt sich nicht ein. Nicht nur deswegen sieht der Chefvolkswirt der Commerzbank schwarz für die Zukunft des Bitcoins.
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DüsseldorfDie Digitalwährung Bitcoin hat nach Ansicht des Commerzbank-Chefvolkswirts Jörg Krämer auf Dauer keine Chance. Wegen der starken Kursausschläge trage die Bitcoin-Währung die Zerstörung schon in sich, sagte Krämer dem Magazin „Wirtschaftswoche“. „Niemand verwendet eine Währung, die dauernd Achterbahn fährt.“

Als wesentlichen Treiber für Kurssprünge sieht der Ökonom Spekulation. „Spekulanten setzen darauf, dass in Zukunft mehr Menschen Bitcoins zum Zahlen benutzen“, sagte Krämer. „Die steigende Nachfrage trifft aber auf ein fixiertes Angebot an Bitcoins, so dass der Wechselkurs des Bitcoin gegenüber dem Euro in die Höhe schießt.“ Weil kein Geschäft bereit sei, dauernd die Bitcoin-Preise zu ändern, werde die Eignung als Transaktionswährung zerstört.

Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die Idee hinter der virtuellen Währung ist ein Geldsystem, das ohne zentrale Kontrollinstanz auskommt, also unabhängig ist von Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken. Überlegungen der Online-Handelsplattform Ebay, Bitcoins eines Tages als Zahlungsmittel bei Transaktionen zu akzeptieren, hatten dem Kurs zuletzt einen neuen Schub gegeben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Commerzbank-Chefvolkswirt: Bitcoins haben auf Dauer keine Chance"

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  • Ich glaube die Commerzbank hat auf Dauer keine Chance. Denn wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fre*** halten.
    Schönen Abend noch ...

  • Hallo,
    generell kann ich die Argumentation nicht nachvollziehen, warum eine Volatilität des Wechselkurses, welcher durch die globale Verteilung einer internationalen Währung über den Planeten zustande kommt, der Grund für den Untergang ebendieser Währung sein soll.

    Die Volatilität des Wechselkurses eignet sich andererseits auch sehr gut für spekulatives Day-Trading. Wir haben ein Börsenspiel entwickelt, welches den Nutzern erlaubt, ohne dem Eingehen von Risiken mit Bitcoins zu handeln ( http://www.draglet.com ). Das Börsenspiel wird am 1. Dezember offiziell gestartet, wir bieten allerdings jetzt schon Interessierten die Möglichkeit, in das Börsenspiel reinzu"schnuppern"

  • Ja- peinlich. Die Vola ist natürlich noch sehr hoch, weil der Wert des Bitcoin noch nicht klar ist - hier biesst sich der Hund in den Schwanz.
    Es gibt derzeit noch zu wenig Händler und fast keine Arbitrage-Möglichkeiten, dass wird noch kommen, ebenso wie Nutzungsmöglichkeiten (ebay, Amazon,...). Erst wenn hier ein Plateau erreicht wird, nimmt auch die Vola ab.
    Ein guter Vergleich wäre die Vola von Gold / Silber zu deren Anfängen...

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