Commerzbank
Mehr Spielraum für Boni

Bei der Commerzbank könnten Investmentbanker bald absahnen: Das Geldinstitut will EU-Regelungen voll ausschöpfen, damit Boni künftig doppelt so hoch ausfallen dürfen wie das Grundgehalt.
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FrankfurtDie Commerzbank will sich mehr Beinfreiheit bei Bonuszahlungen verschaffen. Die Aktionäre sollen ihre Erlaubnis geben, dass Boni etwa für Investmentbanker künftig doppelt so hoch ausfallen dürfen wie das Grundgehalt, wie aus der am Freitag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung hervorgeht. Damit würde die neue EU-Regelung voll ausgeschöpft: Eigentlich darf die variable Vergütung nur noch so hoch ausfallen wie das Grundgehalt - nur mit Zustimmung der Investoren kann die Grenze auf das Doppelte angehoben werden, aber damit ist das Maximum dann auch erreicht. So soll Exzessen vorgebeugt werden.

Die Deutsche Bank hatte sich ein solches Votum ihrer Anteilseigner bereits im vergangenen Jahr geholt, die Commerzbank nicht. Sie zieht nun nach. Allerdings wären von der Neuregelung nur gut 200 der konzernweit 52.000 Mitarbeiter betroffen. Den Sinneswandel begründete Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus damit, dass „erfolgskritische“ Mitarbeiter gehalten werden müssten. Außerdem solle eine unangemessene Steigerung der Fixvergütung verhindert werden. Für die Commerzbank-Vorstände soll die 1:2-Regelung nicht gelten. Hier will der Aufsichtsrat künftig ein Verhältnis von 1:1,4.

Die Hauptversammlung der Commerzbank findet am 30. April in Frankfurt statt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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