Commerzbank Neuer Vorstand für Sorgenregion Osteuropa

Das Osteuropa-Geschäft ist nicht gerade das Vorzeigeobjekt der der Commerzbank. Ein neuer Vorstand soll jetzt neuen Schwung bringen. Die Ziele sind hoch gesteckt.
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HB FRANKFURT. Die Commerzbank vergrößert ihren Vorstand auf zehn Mitglieder und macht das schwächelnde Osteuropa-Geschäft zur Chefsache. Dieser Bereich wird nun von Vorstandsmitglied Achim Kassow verantwortet, der in dem Führungsgremium bislang für das Privatkundengeschäft zuständig war, wie Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Kassows Ressort werde von Martin Zielke übernommen, der neu in den Vorstand aufrücke. Der 47-Jährige war zuletzt als Bereichsvorstand unter Finanzchef Eric Strutz für Konzernfinanzen verantwortlich.

Vor seinem Wechsel zur Commerzbank im Jahr 2002 hatte er sich den Angaben zufolge in führenden Positionen bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank um das Privatkundengeschäft gekümmert.

"Nachdem wesentliche Meilensteine bei der Integration des Privatkundengeschäfts erreicht sind, geht es jetzt darum, das Geschäft in Mittel- und Osteuropa konsequent auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen", begründete Commerzbank-Chef Martin Blessing das Stühlerücken. In Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine hielt sich die Bank in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres nur knapp über Wasser. Wie es im abgelaufenen dritten Quartal aussah, wird sich am Montag zeigen, wenn die Commerzbank ihren Zwischenbericht vorlegt. Mit positiven Nachrichten überraschte am Donnerstag bereits die polnische Tochter BRE Bank, die ihren Gewinn im dritten Quartal beinahe verdreifachten konnte.

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5 Kommentare zu "Commerzbank: Neuer Vorstand für Sorgenregion Osteuropa"

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  • "Nicht gerade das Vorzeigeobjekt der Commerzbank" - gibt es derzeit ein solches ? Das Ganze spricht doch eher für einen hoffnungslosen Sanierungsfall. Der hier erwähnte "neue Schwung" ist wohl auch eher als schlechter Witz gegenüber den leidgeplagten Aktionären zu verstehen. "Stützungskäufe" des Vorstands sind bisher nicht bekannt - wäre mal ein Signal des eigenen Selbstvertrauens.

  • Die Personalie war im Übrigen auch Vorstand beim krisengeschüttelten immobilienfinanzierer Eurohypo, Job-Hopping scheint derzeit bei der Co-ba unter Herrn blessing bzw. Frau Merkel voll im Trend zu liegen. Wenn man sich das Privatkundegeschäft von Commerzbank und Pleitebank Dresdner bank der letzten zehn Jahre und die Aktienkursentwicklung ansieht, kann es ja aus heutiger Sicht nur "steil" nach oben gehen.

  • in Anbetracht der Finanzkrise und der staatlichen Milliarden-Stütze für die Commerzbank (welche bisher nicht einmal verzinst wird) wäre es ein gutes und anständiges Zeichen gewesen, den Vorstand zu reduzieren, anstatt den Hofstaat von Herrn blessing mit gut dotierten Posten zu versorgen. Dem Steuerzahler als auch dem geprellten Kleinaktionär gegenüber ist dies an Geschmacklosigkeit und mangelnder Sensibilität kaum noch zu überbieten. Die Aktienkursentwicklung sagt deutlich, wie es um dieses Haus und seine Perspektiven bestellt ist. Ein konsequentes Eingreifen der politischen Entscheidungsträger und eine Neubesetzung an vorderster Front bzw. eine geordnete insolvenz wäre hier dringend geboten. Der hier genannte "neue Schwung" wird der Öffentlichkeit von Herrn blessing schon seit langer Zeit versprochen. "Ziele" werden bewußt niedrig und nebulös angesetzt, anstatt konkrete Renditeerwartungen und Ergebnisse zu definieren. Alles in allem kein Vorbild für die deutsche Wirtschaft.

  • Die gesamte Commerzbank ist eine "Sorgenregion". Offensichtlich geht es hier nur noch um Versorgungsposten und Posten-Geschachere. Herr blessing sollte endlich dafür sorgen, daß die Staatsgelder auf schnellstem Wege zurückgezahlt werden. Tausende von Kleinaktionären sind hier faktisch betrogen worden und ihr Kapital ist im Wesentlichen vernichtet.

  • Achim Kassow war auch schon vorher für die "Krisenregion" zuständig. Chefsache - oder nicht eher Degradierung?

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