Commerzbank-Tochter Polnische mBank hält Gewinn überraschend stabil

Die mBank sitzt auf umgerechnet 4,6 Milliarden Euro an Franken-Hypotheken. Auch steigende Garantieforderungen drücken auf die Marge. Dennoch blieb der Gewinn der Commerzbank Tochter stabil – für viele überraschend.
Viele polnische Banken zittern vor den Plänen der Regierung, verschiedene in Franken ausgegebene Kredite in Zloty umzuwandeln – auch die mBank. Quelle: Imago
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Viele polnische Banken zittern vor den Plänen der Regierung, verschiedene in Franken ausgegebene Kredite in Zloty umzuwandeln – auch die mBank.

(Foto: Imago)

WarschauDie polnische Commerzbank-Tochter mBank hat den Gewinn im vergangenen Jahr überraschend stabil gehalten. Die viertgrößte polnische Bank verdiente unter dem Strich 1,3 (2014: 1,29) Milliarden Zloty (umgerechnet 295 Millionen Euro), wie sie am Donnerstag mitteilte. Dabei verkraftete sie auch steigende Zahlungen in die Bankgarantie- und Schuldner-Fonds, die in der ganzen Branche die Margen belasten. Polens Banken zittern vor den Plänen der Regierung, in Schweizer Franken ausgegebene Hypothekenkredite zwangsweise in Zloty zu tauschen – zu einem für die Banken ungünstigen Kurs.

Für die Kreditnehmer waren die Belastungen drastisch gestiegen, weil der Zloty zum Franken in den vergangenen Jahren stark an Wert verlor. Allein die mBank sitzt auf umgerechnet 4,6 Milliarden Euro an Franken-Hypotheken. Ihr Aktienkurs war 2015 um 37 Prozent eingebrochen.

Vorstandschef Cezary Stypulkowski erklärte nun, für 2015 wieder eine Dividende zahlen zu wollen. Auch die Entscheidung über die Ausschüttung für 2014 steht noch aus. Sie war wegen der Unsicherheiten um die Franken-Kredite von der Bankenaufsicht gestoppt worden.

Im vierten Quartal 2015 übertraf der Gewinn der Commerzbank-Tochter mit 310 Millionen Zloty die Erwartungen von Analysten. Das lag vor allem daran, dass der Zinsüberschuss trotz der niedrigen Leitzinsen um sieben Prozent stieg.

Die wertvollsten Namen der Bankenwelt
Platz 10: Banco Santander
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Die spanische Großbank Santander eröffnet das Ranking der wertvollsten Bankenmarken der Welt. Die Auswertung für das vergangene Jahr lieferte das Magazin „The Banker“. Bei der Bewertung der Marke spiele besonders der Geschäftsausblick (Gewinnprognose) und die Wahrnehmung von Risiken eine entscheidende Rolle. Viele Institute arbeiten an ihrem Markenwert, der sich nicht nur in Kundenvertrauen widerspiegelt, sondern auch in Eigenständigkeit und Innovation. Sprich: Eine starke Marke fällt im Wettbewerb auf. Die Spanier kommen auf einen Markenwert von 18,7 Milliarden US-Dollar, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Das Markenrating ist AAA-.

Platz 9: Bank of China
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Die Bank of China zählt zu den vier riesigen Staatsbanken der Volksrepublik. Ihr Umsatz liegt bei über 300 Milliarden Yuan im Jahr. Das entspricht grob 40 Milliarden Euro. Im Boomland China haben die regulierten Institute reichlich zu tun. Die Bank of China wird zudem vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant überwacht und muss strenge Auflagen erfüllen. Der Markenwert beträgt rund 20,4 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als zuletzt.

Platz 8: Agricultural Bank of China
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Die teilverstaatlichte chinesische Bank ist eine der größten ihrer Art. Die ABC hat schätzungsweise 320 Millionen Privatkunden und etwa 2,7 Millionen Geschäftskunden. Fast eine halbe Million Menschen arbeitet in knapp 24.000 Filialen. 2010 sammelte die Bank mit ihrem Börsengang 22,1 Milliarden Dollar ein. Ihr Markenwert beträgt 22,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 28 Prozent.

Platz 7: JP Morgan Chase
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First, we take Manhattan: JP Morgan Chase sitzt in New York und ist nach Marktkapitalisierung die größte Bank der USA und nach Eigenkapital das zweitgrößte Finanzinstitut der Welt. Den Markenwert können da auch die hohen Handelsverluste – also Fehlspekulationen – aus dem Jahr 2012 nicht nachhaltig schmälern. Die Marke Chase ist rund 24,8 Milliarden Dollar schwer. Der Zuwachs beträgt sieben Prozent.

Platz 6: Bank of America
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25,7 Milliarden Dollar beträgt der Markenwert der Bank of America – noch, muss man sagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von vier Prozent. Das Fachmagazin „The Banker“, was die BoA 2008 noch als wertvollste Bankmarke führte, bescheinigt dem Finanzriesen, nach Eigenkapital das größte Institut seiner Art zu sein. Auch die Bank of America darf sich über das Prädikat „systemrelevant“ freuen – das stärkt natürlich das Markenvertrauen.

Platz 5: Citi
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Wie die BoA gehört auch die Citigroup zu den „Big Four“ der US-Banken. Zuletzt lag die Bilanzsumme des Riesen bei 1,88 Billionen Dollar, der Umsatz 76,4 Milliarden. Sie ahnen es – systemrelevant, streng kontrolliert. Der Markenwert beträgt 26,2 Milliarden Dollar, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

Platz 4: China Construction Bank
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China wächst buchstäblich in den Himmel. In den zahlreichen Millionenmetropolen kommen mit dem Industrie-Boom auch die Wolkenkratzer. Der Bauwirtschaft kommt das gelegen – und damit der China Construction Bank, die rund 27 Prozent aller Baukredite im Reich der Mitte vergibt. Der Markenwert liegt bei 26,4 Milliarden Dollar. Das sind stolze 39 Prozent mehr als im Vorjahr.

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