Costa Concordia: Kreuzfahrtunglück kostet Hannover Rück 30 Millionen Euro

Costa Concordia
Kreuzfahrtunglück kostet Hannover Rück 30 Millionen Euro

Das Kreuzfahrtunglück trifft den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück stärker als befürchtet. Allein die Belastung aus der Schiffskasko-Versicherung dürfte sich auf 30 Millionen Euro belaufen.
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HannoverDer Untergang des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia trifft den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück voraussichtlich ähnlich stark wie den Marktführer Munich Re. Allein die Belastung aus der Schiffskasko-Versicherung dürfte sich auf 30 Millionen Euro belaufen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Montag in Hannover mit. Einschließlich der Haftpflichtansprüche könnte der Schaden für Hannover Rück auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag klettern. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hatte seine Belastung in der vergangenen Woche ebenfalls auf diese Höhe geschätzt.

Die Haftpflicht deckt Ansprüche der Passagiere und der Hinterbliebenen, der Crew sowie aus der Bergung des Wracks ab. Darüber hinaus können Kosten bei möglichen Umweltverschmutzungen entstehen - etwa für den Fall, dass Öl oder Schiffsdiesel austritt. Bei der Hannover Rück hieß es, Haftpflichtansprüche seien zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Sie könnten insgesamt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.

In Versicherungskreisen wird Medienberichten zufolge davon ausgegangen, dass der Schaden insgesamt eine halbe Milliarde Euro leicht überschreiten könnte. Die „Costa Concordia“ war 2006 für 450 Millionen Euro gebaut worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Echt super - alles nur, weil ein sich selbst überschätzender Kapitän ein bisschen angeben wollte. Wie kann ein Personalmanagement nur eine derartige Charakterschwäche übersehen? Wenn ich mir vorstelle wie manche Firmen mitunter ihre viel "bedeutungsloseren" Mitarbeiter psychologisch testen ...

  • "die Belastung aus der Schiffskasko-Versicherung dürfte sich auf 30 Millionen Euro belaufen."
    Ich schlage vor, in Zukunft noch größere Schiffe zu bauen.
    Sagen wir so für 8.000 bis 10.000 Personen.
    Das minimiert das Verlustrisiko der Versicherungen und maximiert den Gewinn dieser Gierhälse.
    Ich verstehe die Leute nicht, die freiwillig in einen so riesigen Sarg klettern.
    Eine Mannschaft von ca. 30 ausgebildeten Seeleuten soll über 4000 Menschen retten können?
    Das muss mir doch der logische Menschenverstand sagen, dass das NICHT geht!

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