Credit Suisse
Preisoffensive soll neue Marktanteile erschließen

Die Credit Suisse senkt die Preise für den Handel mit Wertpapieren. Gleichzeitig führt sie eine Beratungsgebühr ein. Das veränderte Kostenmodell soll den Handel ankurbeln und die Konkurrenzfähigkeit stärken.
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ZürichCredit Suisse will mit breit angelegten Preissenkungen das Anlagegeschäft ankurbeln. Die Preise für den Handel von Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapieren sollen um bis zu drei Viertel sinken. Zusammen mit einer besseren Beratung will die zweitgrößte Schweizer Bank damit Marktanteile gewinnen.

„Wir glauben, dass wir auf einen Horizont von zwei, drei Jahren substanziell mehr Kunden gewinnen können“, sagte der Chef des Schweizer Privatkundengeschäfts, Christoph Brunner, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Über die kommenden eineinhalb Jahre soll das neue Angebot neben der Schweiz auch in Westeuropa und Asien eingeführt werden.

Nicht nur mit den Preissenkungen rückt die Credit Suisse vom bisherigen Kurs ab. Als einer der ersten Vermögensverwalter erhebt die Bank eine Gebühr für die Beratung. Bisher wurde die Beratung über die Gebühren für den Handel und die Verwahrung von Wertpapieren quersubventioniert.

Damit konnte beispielsweise der Kauf einer Aktie bei Credit Suisse ein mehrfaches des Preises eines Online-Brokers kosten, der allerdings keine Beratung anbietet. Das ist ein Grund, wieso sich die Credit-Suisse-Kunden bei Transaktionen zurückhalten. Experten gehen davon aus, dass in Zukunft auch Technologiefirmen in das Handels-Geschäft drängen und die Preise weiter unter Druck setzen werden.

Von solchen Anbietern will sich die Credit Suisse mit einem ausgebauten Beratungsangebot abheben. So sollen die Kunden über Video, Podcasts und Publikationen online Zugriff auf die Anlageempfehlungen der Bank erhalten.

Zudem führt die Bank eine automatisierte Portfolioüberwachung ein. Sinkt etwa das Rating einer Anleihe, wird der Kunde per E-mail der SMS alarmiert. Die UBS bietet bereits ein ähnliches Überwachungssystem an.

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