Credit Suisse
Schweizer Bank will sich vor eigenen Mitarbeitern schützen

Computerausfall, Hackerattacke oder betrügerischer Aktienhändler: Für eine Bank kann dies zu einem teuren Desaster werden. Um die finanziellen Folgen abzufedern, hat die Credit Suisse eine besondere Idee.

ZürichEs gibt wohl kaum eine Branche, die so einfallsreich ist wie die Finanzbranche. Den erneuten Beweis dafür tritt nun die Schweizer Großbank Credit Suisse an. Sie will sich mit einer Art Katastrophenbond gegen das Risiko von Fehlverhalten von Mitarbeitern versichern. Die Anleihe soll bald an Investoren verkauft werden.

Katastrophenbonds gibt es bisher in der Versicherungswirtschaft. Dabei zeichnen Investoren eine Anleihe, deren Rückzahlung bei bestimmten Schadenereignissen, etwa bei einem Hurrikan in den USA, ausfällt, um den Schaden zu begleichen. Als Ausgleich für das Risiko zahlen die Versicherer ihren Anlegern einen erhöhten Zinssatz.

Angesichts der niedrigen Zinsen ist das Interesse an solchen Anlagen derzeit groß. Dies will sich laut Berichten von „Bloomberg“ und dem „Wall Street Journal“ die Schweizer Großbank Credit Suisse zunutze machen. Den Berichten zufolge plant sie die Auflage einer Anleihe, um sich gegen sogenannte operationelle Risiken abzusichern.

Darunter werden zum Beispiel Verluste durch unautorisierte Geschäfte eines Händlers verstanden oder Schäden durch eine Cyberattacke oder Verluste durch den Ausfall der eigenen Computersysteme. Credit Suisse gab auf Anfrage keinen Kommentar ab.

Laut Finanzkreisen seien viele Details, wie etwa die genauen Schwellenwerte, ab denen die Anleihen-Investoren für Schäden aufkommen, noch nicht fixiert. Überlegt würde, so heißt es, dass die Investoren erst bei zwei oder mehreren Schadenereignissen pro Jahr haften sollen, wenn das Schadenvolumen insgesamt die Schwelle von drei oder 3,5 Milliarden Dollar übersteige.

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Schweizer Bank will sich vor eigenen Mitarbeitern schützen

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Drei Milliarden Dollar im Ernstfall

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