Cum-Ex-Geschäfte
Hinweise für Fehlverhalten von HVB-Managern

Es geht um Cum-Ex-Geschäfte, auch „Dividendenstripping“ genannt: Kauf und Verkauf von Aktien rund um den Dividendenstichtag von Börsen-Unternehmen. Untersuchungen gegen die VHB zeigen ein Fehlverhalten früherer Manager.
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MünchenNach dem Abschluss interner Untersuchungen zieht die Hypovereinsbank (HVB) Konsequenzen aus umstrittenen Cum-Ex-Geschäften früherer Jahre. Die Untersuchungen hätten Hinweise auf ein Fehlverhalten einzelner früherer Vorstände ergeben, teilte die Bank am Donnerstagabend in München mit. Diese würden nun zu Stellungnahmen aufgefordert. Man behalte sich auch vor, mögliche Ansprüche geltend zu machen. „Für ein Vorgehen gegen amtierende Vorstandsmitglieder sieht der Aufsichtsrat keinen Anlass“, hieß es in der Mitteilung weiter. Um welche Ex-Vorstände es genau geht und wie viele Manager betroffen sind, wollte eine HVB-Sprecherin am Abend nicht kommentieren.

Bei den auch „Dividendenstripping“ genannten Geschäften geht es um den Kauf und Verkauf von Aktien rund um den Dividendenstichtag börsennotierter Unternehmen. Wertpapiere wurden rasch hintereinander zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. In der Folge wurden mehrfach Bescheinigungen über Kapitalertragssteuern ausgestellt, die gar nicht gezahlt wurden. Der Staat soll durch solche Geschäfte, die auch andere Marktteilnehmer betrieben haben sollen, um Milliarden gebracht worden sein. Erst 2012 wurde die Gesetzeslücke geschlossen. Zu „Cum-Ex“ ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften, auch gegen frühere und derzeitige HVB-Mitarbeiter.

Die Untersuchungen zeigen nach Angaben der Bank, dass die HVB von 2005 bis 2008 in Cum-Ex-Transaktionen involviert gewesen sei. Ab dem Jahr 2009 habe es keine derartigen Geschäfte mehr gegeben. Die Bank hat wegen der „Cum-Ex“-Thematik 200 Millionen Euro zurückgelegt. Nach Abschluss der internen Untersuchungen werde die Bank auch künftig mit den Behörden kooperieren. Mit den Feststellungen hatte sich HVB-Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen auseinandergesetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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