Cum-Ex-Geschäfte und die Folgen

Wie Banken in die
Steuerkasse griffen

HSH Nordbank
Marode Landesbank auf Gewinn-Suche

Drei Jahre lang beteiligte sich die HSH Nordbank an den Geschäften auf Kosten der Steuerzahler. Rund 130 Millionen Euro Steuern sind wohl zu Unrecht geflossen. Inzwischen ist die Führung reumütig, die Sache offenbar bereinigt.

Die Staatsbank der Nordländer mischte in den Jahren 2008 bis 2011 bei den Cum-Ex-Deals mit, deckte die Geschäfte aber später gegenüber dem Fiskus selbst auf. Soweit bekannt, hat die HSH Nordbank die aus den illegalen Geschäften stammende Kapitalertragsteuer zurückgezahlt, die ihr zuvor das Finanzamt überwiesen hatte.

Konkret ging es 29 Transaktionen und 112 Millionen Euro Steuern. Zuzüglich von 15 Millionen Euro Zinsen hat die Bank in ihrem Jahresabschluss für 2013 deshalb eine Steuerrückstellung von 127 Millionen Euro gebildet. Ob die HSH Nordbank darüber hinaus ein Bußgeld zahlte und verantwortliche Personen belangte, ist nicht bekannt.

 

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche
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