Cum-Ex-Geschäfte und die Folgen

Wie Banken in die
Steuerkasse griffen

LBBW
Glimpflich davongekommen

Rund 150 Millionen Euro hat die LBBW für ihre Cum-Ex-Verfehlungen in den Jahren 2007 und 2008 gezahlt. Insider gehen davon aus, dass sie damit noch glimpflich davongekommen ist.

Die baden-württembergische Landesbank LBBW handelte für Milliardenbeträge Aktien um den Dividendenstichtag, um von der Kapitalertragsteuer-Erstattung zu profitieren. Die Bank selbst räumte bereits ein, dass sie vor dem Antritt des Vorstandschefs Hans-Jörg Vetter – also vor 2009 – womöglich an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war.

Für die Deals in den Jahren 2007 und 2008 soll die Bank 150 Millionen Euro an den Fiskus zurückgezahlt haben. Allerdings ist unklar, ob der Fall inzwischen vollständig geklärt ist und ob Verantwortliche zur Verantwortung gezogen wurden. Die Landesbank hat sich dazu öffentlich nie geäußert.

Abgeschlossen sind die Aufräumarbeiten rund um die Cum-Ex-Geschäfte allerdings noch nicht: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt seit 2013 – mit offenem Ausgang.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche
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