Daiwa und Sumitomo-Mitsui rücken zusammen: Neue Bewegung auf Japans Finanzmarkt

Daiwa und Sumitomo-Mitsui rücken zusammen
Neue Bewegung auf Japans Finanzmarkt

Der Umbruch auf dem japanischen Finanzmarkt geht weiter: Die drittgrößte Bankengruppe des Landes, Sumitomo-Mitsui, und die zweitgrößte japanische Investmentbank Daiwa Securities rücken näher zusammen.

bas TOKIO. Zwar dementierten die beiden Häuser gestern Zeitungsberichte über eine geplante Fusion im Jahr 2006. Sie bestätigten jedoch, dass auf mehreren Ebenen Gespräche über Kooperationen geführt werden. Dabei könne es auch zu Kapitalbeteiligung kommen, hieß es in Unternehmenskreisen.

Der Präsident der Sumitomo-Mitsui Banking Corporation (SMBC), Yoshifumi Nishikawa, sagte, beide Anbieter müssten ihr Privatkundengeschäft stärken und hätten bisher bereits gute Beziehungen gehabt. Sumitomo-Mitsui hält unter anderem 40 Prozent am Wertpapierhaus für Firmenkunden Daiwa Shoken SMBC. An Daiwa direkt besitzt die Bankengruppe 2,2 Prozent.

Ein gutes halbes Jahr, bevor mit der Übernahme der UFJ durch die Mitsubishi-Tokyo Finanzgruppe die nach Bilanzsumme größte Bank der Welt entstehen soll, zeichnet sich damit ab, dass die Konsolidierung auf dem Finanzmarkt der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft noch lange nicht zu Ende ist. Seit vergangenem Dezember dürfen Banken als Agenten direkt Wertpapiere an ihre Kunden verkaufen. Wertpapierhäuser und Banken haben deshalb bereits zahlreiche Vertriebsallianzen geknüpft. Auch zwischen Daiwa und Sumitomo-Mitsui soll im April eine solche Allianz starten, hieß es bei Daiwa.

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA dürfte die jüngsten Nach-richten gerne hören. Denn nachdem das Problem der faulen Kredite, die die Großbanken bisher gelähmt hatten, bereinigt ist, strebt die Aufsicht nun die Errichtung von Finanzkonglomeraten an, die international wettbewerbsfähig sind.

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