Dank Stellenabbau
Wüstenrot steigert Gewinn

Anders als die großen Versicherer, konnte der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische seinen Quartalsgewinn steigern. Der Grund: die Schäden waren niedrig und der Stellenabbau abgeschlossen.

StuttgartDie positive Entwicklung an den Aktienmärkten, ein niedriges Schadensaufkommen und der abgeschlossene Stellenabbau spielen dem Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) in die Hände. In den ersten neun Monaten verdiente W&W rund 202 Millionen Euro nach 195 Millionen Euro im Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Zu W&W gehören neben der Bausparkasse Wüstenrot auch die Württembergische Lebensversicherung.

Der Konzern hatte erst vergangene Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnerwartungen angehoben. Der Jahresüberschuss werde zwischen 240 und 280 Millionen Euro liegen, sofern außergewöhnliche Belastungen ausblieben. Zuvor war W&W von 200 bis 240 Millionen Euro ausgegangen. Im vergangenen Jahr hatte W&W 242 Millionen Euro verdient, für dieses Jahr aber wegen höherer Investitionen ursprünglich mit einem niedrigeren Gewinn geplant.

Der bis Ende 2015 geplante Stellenabbau von 7900 auf 7100 Stellen sei inzwischen abgeschlossen, sagte ein Sprecher. Dadurch hätten sich deutliche Kostenvorteile ergeben. Einen Wachstumsschub erwartet der Konzern angesichts des knappen Wohnraums in Ballungszentren und der Flüchtlingsbewegung von der Baufinanzierung. In den ersten neun Monaten wuchs das Baufinanzierungsgeschäft von 3,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,2 Milliarden Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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