Darlehen-Streit
HSBC soll 2,5 Milliarden Dollar zahlen

Ein juristischer Streit zwischen der britischen HSBC und Investoren über den Wert von Darlehen könnte die Bank Milliarden kosten. Die Ankläger warfen der Bank bereits 2002 Wertpapierbetrug vor. HSBC geht in Berufung.
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WilmingtonEin Rechtsstreit zwischen der britischen HSBC und Investoren über den Wert von Darlehen könnte die Bank Milliarden kosten. Ein Richter in Chicago entschied am Donnerstag nach Angaben der Anwaltskanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd, dass Europas größte Bank den Klägern insgesamt 2,46 Milliarden Dollar zahlen müsse. Ein HSBC-Sprecher sagte, die Entscheidung werde voraussichtlich angefochten. Die Bank sehe gute Chancen, den Fall für sich zu entscheiden.

Die Sammelklage war bereits 2002 eingereicht worden. Nach Darstellung der Kläger täuschte das Unternehmen Household International Investoren unter anderem über den Wert von Darlehen und beging Wertpapierbetrug. So sollen der Chef und Finanzchef von Household International durch falsche und missverständliche Aussagen den Aktienkurs des Unternehmens in die Höhe getrieben haben. Household wurde später von HSBC übernommen.

Nach Angaben der Anwaltskanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd handelte es sich um eine der höchsten Strafen, die jemals in einem derartigen Verfahren verhängt wurde. Gewöhnlich enden ähnliche Streitigkeiten in einem außergerichtlichen Vergleich.

In der Vergangenheit waren immer wieder Großbanken wegen umstrittener Wertpapiergeschäfte zu Strafzahlungen verdonnert worden. Zuletzt hatten Rechtskosten etwa die US-Großbank JPMorgan in die Verlustzone gezogen. Für besonders viel Aufsehen sorgte dort etwa der Handelsskandal um den sogenannten "Wal von London". Ein Londoner Händler hatte mit riskanten Derivat-Geschäften 6,2 Milliarden Dollar in den Sand gesetzt.

Auch die Deutsche Bank muss sich immer wieder juristisch verantworten. Die Vorwürfe reichen von Zinsmanipulation über umstrittene Hypothekengeschäfte in den USA bis hin zu Bilanztricksereien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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