Daten der Bankenaufsicht
Mehr Millionäre bei deutschen Geldhäusern

Europaweit sinkt die Zahl der Spitzenverdiener bei Banken – vor allem in Großbritannien gibt es immer weniger Einkommensmillionäre. Deutschland allerdings widersetzt sich dem Trend.
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LondonDie neue Bescheidenheit, die viele Topmanager in der Bankenbranche seit der Finanzkrise so gerne beschwören, kennt etliche Varianten. Weihnachtsfeiern fallen nicht mehr so üppig aus wie früher, die Geldhäuser haben ihre Ambitionen teilweise deutlich zurückgefahren und eine ganze Reihe von Abteilungen geschrumpft. Geht es allerdings um die Vergütungspakete der Spitzenmanager, ist die neue Bescheidenheit nicht immer und nicht überall so klar und eindeutig zu erkennen. Das zeigen auch am Montag veröffentlichte Zahlen der Europäischen Bankenaufsicht Eba zur Entwicklung der Einkommensmillionäre in der Bankenbranche.

So ist die Zahl der Bankmanager mit einem siebenstelligen Gesamteinkommen europaweit zurückgegangen: auf 3.178 im Jahr 2013, berichtet die European Banking Authority (Eba)mit Sitz in London. Im Vorjahr kam die Eba noch auf 3.530. Die Experten erklären das mit Währungskurseffekten sowie der nachlassenden Profitabilität der Geldhäuser.

Zu diesem Rückgang hat auch Großbritannien beigetragen. Die Zahl der Einkommensmillionäre auf der Insel ist von mehr als 2 700 auf 2 086 zurückgegangen. Allerdings ist ihre Vergütung im Jahresvergleich leicht gestiegen. Lag diese 2012 noch durchschnittlich bei 1,95 Millionen Euro, waren es 2013 mehr als zwei Millionen Euro.

Hinzu kommt: In Großbritannien ist der Anteil der Topverdiener unter den Gesamtbeschäftigten einer Bank im Vergleich zu anderen europäischen Ländern am höchsten – ebenso wie das Verhältnis zwischen Boni und Grundgehalt. Die Boni britischer Banker fielen 2013 mehr als vier Mal so hoch aus wie ihr Grundgehalt. 2012 war das Verhältnis noch etwas weniger drastisch.

In Deutschland sieht die Lage dagegen etwas anders aus. Da hat sich sowohl die Zahl der Topverdiener in der Bankbranche erhöht – als auch ihr Einkommen. Das Verhältnis zwischen Prämien und Grundgehalt ist ebenfalls leicht gestiegen. Allerdings spielt sich alles auf einem deutlich niedrigeren Niveau als auf der Insel ab. So hat die Zahl der Banker in Deutschland mit einem Millionengehalt von 212 auf 397 zugelegt. Ihre Durchschnittsvergütung lag 2013 bei 1,58 Millionen Euro – nach 1,56 Millionen Euro. Und die Prämien waren mehr als doppelt so hoch wie das Grundgehalt.

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Eba wettert gegen Bankentricks bei Gehältern

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  • Das interessanteste an den Gehaltspaketen bei einer Investmentbank sind die variablen Bestandteile (sprich der Bonus). Das Fixum kann ruhig niedrig ausfallen. Es dient ja im Prinzip nur zur Deckung der Lebenshaltungskosten (zumindest steht fürs Fixum morgens niemand auf und geht ins Büro).

    Sehr von Vorteil ist auch noch ein sog. " Signing Bonus ". Also dafür, dass man(n) sich genau für diesen Arbeitgeber entscheidet. Dieser kann auch gerne in " Naturalien " ausbezahlt werden (z.B. einen neuen Zuffenhausener o.ä.).

    Ps: Und wer noch mehr will, ohne sich reglementieren zu lassen von irgendwelchen Beamtenheinis in irgendwelchen komischen Behörden, der muss sich halt auf eigenen Füßen stellen und mit eigenem Kapital auf eigene Rechnung arbeiten. Entweder mit eigenem Handelsbuch (oder noch besser seinen eigenen Hedgefonds aufmachen). Fertig.

  • @Katharina Slodczyk:
    Bitte wählen Sie bei Ihrem nächsten Artikel eine passendere Überschrift und Artikelbild.

  • Ich wollte, ich wäre eine von beiden Varianten - welche ist egal.

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