Defizite beim Belastungstest: Deutsche Bank hat Stress in den USA

Defizite beim Belastungstest
Deutsche Bank hat Stress in den USA

In Europa hat die Deutsche Bank den Stresstest bestanden, doch in den USA scheint es Probleme zu geben. Nach Einschätzung von Insidern droht das Institut am Belastungstest der US-Notenbank zu scheitern.
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New YorkDie Deutsche Bank muss sich offenbar massiv strecken, um den US-Stresstest zu bestehen. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen Insider. Obwohl die US-Tochter Deutsche Bank Trust den Kapitalanforderung gerecht werden dürfte, herrscht bei den qualitativen Anforderungen Nachholbedarf haben, insbesondere im Berichtswesen, bei der Risikokontrolle und bei der Überwachung der Unternehmensführung.

Offenbar sind die Probleme der US-Tochter in Frankfurt nicht neu: Das „Wall Street Journal“ zitiert aus einem Brief eines hochrangingen Bankers, der schon im Dezember darauf hingewiesen hatte, dass die Berichte der US-Tochter nicht den Qualitätsanforderungen gerecht werden würden. Schon damals hatte die Deutsche Bank angekündigt, die hauseigenen Systeme zu überarbeiten, um zum „Klassenbesten“ zu werden.

Die Deutsche Bank ist nicht das einzige Institut, dem Probleme drohen. Auch der spanischen Großbank Santander drohen ähnliche Probleme, heißt es ist dem Bericht weiter. Für beide Banken dürfte ein Durchfallen beim Stresstest Folgen haben: sie müssten wahrscheinlich mit Restriktionen bei der Dividendenzahlung an ihre europäischen Mütter rechnen.

Bisher bleibt ein Scheitern aber noch Spekulation: Die Fed lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Erste Teilergebnisse will sie am 5. März, endgültige Ergebnisse am 11. März bekanntgeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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