Dekabank
Zinstief sorgt für Rekord bei Fondsverkäufen

Die Dekabank erreicht mit ihren Absatzzahlen einen Rekord. Grund dafür ist die steigende Nachfrage nach Fonds und Zertifikaten im Zinstief. Diese Entwicklung weckt auch Optimismus bezüglich eines steigenden Gewinns.
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Frankfurt/MainDie Dekabank rechnet dank der kräftigen Nachfrage nach Fonds und Zertifikaten mit einem Gewinnanstieg. Das wirtschaftliche Ergebnis werde 2017 moderat über den 415 Millionen Euro des Vorjahres liegen, teilte das Wertpapierhaus der Sparkassen am Dienstag mit. Damit zeigte sich die Bank zuversichtlicher als zuletzt. In den ersten neun Monaten stieg das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 412 Millionen Euro.

Kurz vor seinem hundertjährigen Jubiläum steuert das Wertpapierhaus auf einen Rekordabsatz zu. Von Januar bis September 2017 sammelte die Dekabank gut 20,7 Milliarden Euro an frischen Geldern für Fonds und Zertifikate ein – rund 60 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die bisher höchste Nettovertriebsleistung wurde im Jahr 2000 mit rund 22,9 Milliarden Euro erzielt.

Vor allem das Geschäft mit institutionellen Kunden wuchs kräftig. Insgesamt stieg die Nettovertriebsleistung um 59 Prozent. An institutionelle Kunden, einschließlich der Sparkassen, verkaufte die Deka Fonds und Zertifikate im Wert von 11,6 Milliarden Euro, private Kunden kauften für 9,1 Milliarden Euro ein. Die Deka setzt stark auf Fondssparpläne, in die Kunden monatlich einzahlen. In den ersten neun Monaten schlossen die Sparkassenkunden 430 000 neue Sparpläne ab. Das sind bereits mehr als im gesamten Jahr 2016, in dem 300.000 neue Sparpläne vertrieben wurden.

Insgesamt verwaltete die Deka Ende September 282,6 Milliarden Euro, das waren fast 26 Milliarden mehr als neun Monate zuvor. Gründe hierfür waren neben dem höheren Nettoabsatz auch die gestiegenen Kurse. Das trieb die Provisionserlöse um 11,5 Prozent auf 894 Millionen Euro.

„Erfreulich ist, dass wir neben dem kräftigen Retailgeschäft mit Sparkassenkunden auch immer stärker als relevanter Anbieter für institutionelle Investoren wahrgenommen werden“, bilanzierte Vorstandschef Michael Rüdiger. Der Großteil des kräftigen Wachstums beim Nettovertrieb stammte mit 11,6 Milliarden Euro von Großkunden wie Versicherungen und Pensionskassen. Das ist ein Plus von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wegen extrem niedriger Sparzinsen greifen auch Privatanleger zunehmend zu Fonds. Bei ihnen legte der Deka-Nettoabsatz um 44 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro zu.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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