Derivat „Abacus“: Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe

Derivat „Abacus“
Goldman Sachs droht erneut Millionenstrafe

Goldman Sachs bekommt wieder Ärger mit einer Regulierungsbehörde. Die britische Financial Services Authority (FSA) hat eine hohe Strafe gegen das Bankhaus verhängt - Goldman wird für das komplexe Derivat „Abacus“ abgestraft.
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LONDON. Auf die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs kommt neuer Ärger zu. Nach der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC hat auch der britische Regulierer, die Financial Services Authority (FSA), eine hohe Strafe gegen das Wall-Street-Haus verhängt. Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen muss Goldman zwischen 15 und 18 Millionen Pfund bezahlen, damit die FSA ihre Ermittlungen wegen Betrugsverdacht einstellt. Die genaue Höhe wird die FSA aller Voraussicht nach heute veröffentlichen.

Mitte Juli hatte bereits die SEC einen Deal mit Goldman Sachs geschlossen und ihre Ermittlungen im selben Fall gegen die Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt. Ein Teil der Millionenstrafe ging an die deutsche Mittelstandsbank IKB, die in der von der SEC untersuchten Transaktion Geld verloren hatte.

Im Mittelpunkt der Vorwürfe stand ein komplexes Derivat namens „Abacus“, das auf amerikanischen Hypotheken beruhte. Die SEC hatte Goldman Sachs vorgeworfen, den Kunden wissentlich nicht gesagt zu haben, dass ein Hedge-Fonds an der Konstruktion von Abacus beteiligt war, der zudem auf den Wertverfall des Derivats wettete. Die SEC ließ den Betrugsvorwurf fallen.

Goldman räumt lediglich ein, einen „Fehler“ gemacht zu haben. Ihre bislang höchste Strafe verhängte die FSA mit 33,3 Millionen Pfund gegen die US-Großbank JP Morgan, die es versäumt hatte, Kundengelder in getrennten Konten zu verwalten.

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