Derivate-Geschäfte
Bankenaufseher drängen auf neue Regeln

Künftig sollen Sonderrechte in Derivate-Verträgen nicht mehr eine Abwicklung von Großbanken in Schieflage stören. Eine Änderung der Regeln soll her, um die prekäre Lage dieser Banken nicht weiter zu verschärfen.
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FrankfurtSonderrechte in Derivate-Verträgen sollen künftig nicht mehr eine Abwicklung von Großbanken in Schieflage stören. Die Finanzaufsichtsbehörden von Deutschland, Großbritannien, der Schweiz und der USA machen sich gemeinsam für eine Änderung der Regeln stark, die der internationale Derivateverband ISDA für solche Absicherungsgeschäfte vorgegeben hat, wie die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleisungsaufsicht (BaFin) am Dienstag mitteilte. Bisher haben Vertragspartner einer Bank oft das Recht, die Verträge zu kündigen, wenn das Geldhaus abgewickelt wird. Damit stünde das Institut dann ohne Absicherung da, was seine ohnehin prekäre Lage noch verschärfen würde.

Nun gelte es, eine sinnvolle Vertragsgestaltung für solche Geschäfte zu finden, sagte BaFin-Chefin Elke König. Sie leitet beim Finanzstabilitätsrat (FSB) eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Abwickelbarkeit von Banken beschäftigt. "Unter Schulterschluss (...) zeigt, wie ernsthaft unser Bestreben ist, auch große und stark vernetzte Banken ohne Schaden für die Allgemeinheit abwickeln zu können", erklärte König.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Man liest daraus, dass Frau König im Bankgeschäft fachlich nicht verankert ist. Es wäre ihre Aufgabe gewesen Banken so zu beaufsichtigen, dass sie nicht abgewickelt werden müssen.

    Es ist schon eine riskante Sache in die freie Gestaltung der Verträge eingreifen zu wollen.

    Die BaFin sollte sich auf die Bankenaufsicht konzentrieren und ihren Job machen. Ist es nicht schon genug, dass die EZB vor Aufgabenübernahme selbst einen großen Kassensturz organisiert? Großes Vertrauen wird da Frau König und Herrn Sanio zuvor nicht entgegen gebracht.

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