Derivate-Handel
Ermittlungen gegen Deutsch-Banker in Hongkong

Wegen eines mutmaßlichen Betrugs im Derivate-Handel hat die Anti-Korruptionsbehörde ICAC in Hongkong Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank eingeleitet. Die Bank selbst stehe allerdings nicht im Fokus.
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Hongkong/Frankfurt

In Hongkong sind die Behörden einem mutmaßlichen Betrugsskandal im Derivate-Handel auf der Spur - und haben dabei auch zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank im Verdacht. Die beiden Händler seien von der Anti-Korruptionsbehörde ICAC festgenommen und nun bis auf weiteres freigestellt worden, bestätigte Deutschlands größtes Geldhaus am Freitag. Die Bank selbst sei aber nicht Gegenstand der Ermittlungen und kooperiere mit den Behörden.

Insgesamt nahm die ICAC nach eigenen Angaben elf Verdächtige verschiedener Firmen fest, nannte aber keine Namen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Deutsche Bank Ärger im Derivategeschäft hat. Erst zu Jahresbeginn wurde sie in Südkorea wegen unfairer Handelspraktiken vorübergehend vom Derivategeschäft ausgeschlossen. Nach Einschätzung der dortigen Finanzaufsicht FSC hatte die Konzerntochter DSK von unfairem Handel profitiert und damit Gewinne in Millionenhöhe erzielt.

In Hongkong hatte die ICAC Ermittlungen gegen die elf Beschuldigten aufgenommen, nachdem bei ihr eine Beschwerde eingegangen war. Unter anderem stehen Bestechungsvorwürfe im Raum. Der Derivatehandel gilt als besonders schwach reguliert, hat aber ein vergleichsweise hohes Gewinnpotenzial. Eine Reihe von Handelsplätzen - unter anderem eben Seoul - strickt deshalb an verschärften Regeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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