Derivatemarkt
DZ Bank entthront Deutsche Bank

Lange Zeit war die Deutsche Bank der Marktführer auf dem Derivatemarkt - nun hat die DZ Bank den Primus vom Thron gestoßen. Das genossenschaftliche Institut hatte vor allem von Bonus- und Discountzertifikaten profitiert.
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FrankfurtDie DZ Bank hat die Deutsche Bank als Primus am deutschen Derivatemarkt knapp verdrängt. Ende September 2011 entfielen 16,94 Prozent des Vermögens, das in Zertifikate und Hebelprodukte investiert wurde, auf Produkte der DZ Bank. Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Statistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV). Die Deutsche Bank belegte mit 16,64 Prozent den zweiten Platz vor der Commerzbank mit 16,60 Prozent.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Deutsche Bank, die lange der unangefochtene Marktführer gewesen war, mit der Commerzbank ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Nun hat die DZ Bank vor allem bei den Anlegerlieblingen Bonus- und Discountzertifikate mehr emittiert und damit stärkeren Zulauf bekommen. Bei verbrieften Derivaten war das genossenschaftliche Spitzeninstitut schon Ende 2008 und im Frühjahr 2009 Marktführer vor der Deutschen Bank gewesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Derivatemarkt: DZ Bank entthront Deutsche Bank"

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  • Da wirbt man als genossenschaftlicher Verbund tagtäglich damit, dass man seriös und bodenständig ist. Selbst Uli Wickert muss seinen Namen opfern, um den Genossen ein anständiges Mäntelchen zu verpassen. Und dann das: Ausgerechnet bei den riskantesten Zockerpapieren ist das so genannte "Genossenschaftliche Spitzeninstitut" an erster Stelle.

    Man braucht da nicht mehr dazu zu sagen. Jeder kann sich jetzt seinen eigenen Reim auf die Glaubwürdigkeit der genossenschaftlichen Heuchel-Werbung machen.

  • Derivate=Wetten. Die Kasinos der DZ Bank sind mal wieder weit geöffnet. Und das entgegen der Bekundungen des Herrn Wolfgang Kirsch. Ist der Ruf einst ruiniert, lebt sich völlig ungeniert, möchte man sagen. Im übrigen werden Verluste - wie in der Vergangenheit üblich von den Volksbanken und Raiffeisenbanken getragen. Mal sehen, wann die nächsten "Kapitalspritzen" zum Ausgleich fällig werden.

  • Nicht vergessen: Derivate sind Wetten.
    Da gibts extra den § 37e des Wertpapierhandelsgesetzes.
    Vom Juristendeutsch ins Umgangssprachliche übersetzt besagt der §, daß Derivate nur dann keine Wetten sind, wenn ein gewerbsmäßig damit handelndes Unternehmen daraan beteiligt ist - ne Bank oder so.
    Wenn zwei Privatleute damit handeln, greift § 762 BGB - Wetten/Glücksspiel (keinerlei Möglichkeit, irgendwas einzuklagen).

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