Deutsche Arbeitsplätze: UBS streicht jede zehnte Stelle

Deutsche Arbeitsplätze
UBS streicht jede zehnte Stelle

Die Schweizer Großbank UBS will im Zuge ihres Sparprogramms in Deutschland rund 120 Stellen streichen. Der Stellenabbau hat bereits begonnen, er soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
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Berlin/Zürich„Von den 1200 Mitarbeitern müssen wir etwa zehn Prozent abbauen“, sagte UBS-Deutschland-Chef Axel Hörger der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag). Ein UBS-Sprecher in Zürich sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Stellenabbau in Deutschland erfolge im Zuge der im August vergangenen Jahres angekündigten Streichung von weltweit 3800 Jobs. Das entspricht rund fünf Prozent der Gesamtbelegschaft von UBS. Die UBS habe in Erwartung ungebrochenen Wachstums vor allem in der Vermögensberatung einen nach heutigen Maßstäben zu großen Apparat aufgebaut, räumte Hörger gegenüber der „Welt“ ein. Er steht seit Anfang 2011 an der Spitze der deutschen UBS-Niederlassung. Der Stellenabbau habe bereits begonnen, er solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Mittelfristig werde für die Vermögensverwaltung in Deutschland die Rückkehr in die Gewinnzone angestrebt, so der 44-Jährige. Dazu plant die UBS dem Bericht zufolge auch höhere Bankgebühren. „Ein Kunde, der zusätzliche Leistungen nachfragt, muss mit höheren Kosten rechnen“, sagte Hörger der Zeitung weiter. Er gehe davon aus, dass viele Privatbanken angesichts einen hohen Kostendrucks diesen Weg einschlagen werden. Die UBS hatte Ende vergangenen Jahres trotz eines hohen Verlusts durch ihren Zockerskandal im Investmentbanking für das dritte Quartal noch einen Milliardengewinn ausgewiesen.

Unterm Strich verdiente das Institut 1,02 Milliarden Franken (rund 833 Mio Euro), Das entsprach zwar einem Rückgang um 39 Prozent zum Vorjahreszeitraum, lag aber deutlich über den Erwartungen von Analysten. Der frühere UBS-Investmentbanker Kweku Adoboli, der in London 2,35 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) mit Risikogeschäften verzockt haben soll, wies derweil am Montag alle Vorwürfe von sich. Vor einem Gericht in London plädierte der 31-Jährige auf „nicht schuldig“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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