Deutsche Asset Management
Axa-Manager wird Deutsche-Bank-Vorstand

Die Deutsche Bank hat ihre Lücke im Vorstand geschlossen. Die Vermögensverwaltung wird künftig von Nicolas Moreau geführt werden. Der 51-Jährige ist bislang Frankreich-Chef eines Versicherungskonzerns.

Deutsche Asset Management, die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, bekommt einen neuen Chef. Am 1. Oktober soll Nicolas Moreau in den Vorstand der Deutschen Bank einziehen und die Sparte übernehmen.

Moreau hat die vergangenen 25 Jahre für den französischen Versicherungskonzern Axa gearbeitet. Derzeit leitet er das Frankreich-Geschäft des Unternehmens und ist Mitglied des Führungsgremiums.

Moreaus Vorgänger Quintin Price hatte das Amt bei der Deutschen Bank aus gesundheitlichen Gründen niederlegen müssen. Sein Vertrag war zum 15. Juni aufgelöst worden.

Moreau kenne das Geschäft der Kapitalanlage genau und sei so für die neue Aufgabe geeignet, so Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Moreau erhalte einen Drei-Jahres-Vertrag und werde von London aus arbeiten.

Bereits zum 1. August rücken Werner Steinmüller und Kim Hammonds in den Vorstand. Hammonds Berufung war bereits vor Monaten angekündigt worden, als sie zur Generalbevollmächtigten ernannt worden war. Die Amerikanerin ist für die Informationstechnologie des Hauses zuständig und muss eine in Teilen veraltete Technik auf den Vordermann bringen.

Steinmüller wird für das Asiengeschäft zuständig sein und weiter als Aufsichtsratschef der Postbank fungieren. Sein Sitz wird in Hongkong sein. Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führt seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet.

„Mit Werner Steinmüller haben wir einen sehr erfahrenen und geschätzten Banker damit betraut, unser Asiengeschäft weiter auszubauen“, so Aufsichtsratschef Achleitner. „Er ist ein langjähriger Kenner dieser wichtigen Wachstumsregion.“

Der Deutsche-Bank-Vorstand besteht damit aus elf Mitgliedern.

Erträge der Geschäftsfelder der Deutschen Bank (in Milliarden Euro)
2. Quartal 2016Veränderung zu 2. Quartal 2015
Global Markets (Kapitalmarktgeschäft)2,4-28%
Corporate & Investment Banking1,9-12%
Private, Wealth & Commercial Clients1,9-11%(ohne zum Verkauf stehenden Hua-Xia-Bank-Anteil: -5%)
Deutsche Asset Management0,7-8%
Postbank0,913%Begünstigt durch Verkauf der Beteiligung an Visa Europe
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
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