Deutsche Bank
Ackermann geht, Ackermann kommt

Der Machtkampf bei der Deutschen Bank entscheidet sich: Josef Ackermann will sich durchsetzen und an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln. Sein Rivale, der jetzige Aufsichtsratschef Clemens Börsig, soll den Weg dazu freimachen.
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Düsseldorf/FrankfurtAls sich Ende vergangener Woche die Spitze der Europäischen Union zum Griechenland-Krisengipfel traf, saß auch Josef Ackermann mit am Tisch. Als Präsident des Internationalen Bankenverbands zählte er zu den Verhandlungsführern; sein Wort wurde gehört. Sein Rettungsvorschlag setzte sich am Ende sogar durch: ein gemäßigter Schuldenschnitt für die Banken und niedrigere Zinsen für die Griechen.
Es war genau jener Plan, den der Deutsche-Bank-Chef schon vor mehr als einem Jahr zunächst dem griechischen Premier Giorgos Papandreou und anschließend Angela Merkel präsentiert hatte. Damals hatte die Kanzlerin den Ackermann-Plan noch zurückgewiesen.

Sein erfolgreicher Einsatz, der den Interessen des Gemeinwohls diente, ohne die der Bank hintanzustellen, wurde vor allem im Aufsichtsrat von Deutschlands größtem Geldinstitut aufmerksam verfolgt. Es gilt als undenkbar, den Staatsbanker Ackermann, wie zunächst von Aufsichtsratschef Clemens Börsig beabsichtigt, schon in wenigen Monaten in Rente zu schicken. Die Bank braucht ihn heute mehr als er die Bank. Oder um es mit den Worten eines Allianz-Vorstands zu sagen: "Wenn Ackermann den Sitz an der Spitze des Aufsichtsrates anstrebt, dann gibt es keinen Machtkampf."

So sieht es mittlerweile auch eine Mehrheit im Aufsichtsrat der Bank - wobei die Wahl Ackermanns in das Gremium, die auf der Hauptversammlung im Mai 2012 erfolgen könnte, und seine anschließende Ernennung zum Chef des Aufsichtsrates, die nur aus dem Gremium selbst erfolgen kann, für den Noch-Amtsinhaber Börsig eine große Bitterkeit bedeutet. Börsig wird nach übereinstimmenden Informationen aus Aufsichtsrat und Vorstand gedrängt, den Weg für eine "Paketlösung" frei zu machen, damit wieder Ruhe in die Bank einkehrt.

Es bestünden gute Chancen, dass Börsig den Vorsitz im Kontrollgremium "zum Wohle der Bank" räume, heißt es. Börsig selbst wollte dem Handelsblatt keine Stellungnahme abgeben. Er ließ ausrichten, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen; er wolle sich erst dem Aufsichtsrat erklären. Hinter den Kulissen wird an einer auch für Börsig gesichtswahrenden Lösung gearbeitet. "Man wird versuchen, eine Kampfabstimmung im Aufsichtsrat zu vermeiden, um bereits am Montagabend ein klares Bild zu haben", hieß es in Aufsichtsratskreisen. Die offizielle Sitzung findet am Dienstag statt.

Kommentare zu " Deutsche Bank: Ackermann geht, Ackermann kommt"

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  • darfst auch richtig schreiben .....

    mit diese furzbeiträgen gehörst vielleicht in ein cat aber nicht hierher....

  • in anbetracht der tatsache, in welch wunderbarer weise der schweizer josef ackermann, die deutsch bank an die absolute weltspitze bracht und zementierte, wäre ein jeder gut beraten, im interesse der bank, der aktionäre, deutschlands und der ganzen eu, diesem mann jede position ohne wenn und aber zu geben, die er braucht um das schiff in den nächsten 10 jahren auf kurs zu halten.

  • sry, meinte natürlich:
    wie konnte eigentlich jemals so eine lusche wie börsig chairman werden??? unfassbar.

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