Deutsche-Bank-Aktionär HNA auf Beruhigungskurs

Die Aktien von drei Tochterunternehmen des chinesischen Konzerns HNA sind bereits vom Handel ausgesetzt. Verwaltungsratschef Chen Feng erklärt den Grund für das Liquiditätsproblem - hält aber am langfristigen Ziel fest.
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Geldbeschaffungsprobleme beim chinesischen Mischkonzern HNA hatten in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt. Quelle: Reuters
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Geldbeschaffungsprobleme beim chinesischen Mischkonzern HNA hatten in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt.

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HaikouDer chinesische Mischkonzern und Deutsche-Bank-Großaktionär HNA zeigt sich zuversichtlich, seinen Finanzengpass zu bewältigen. Verwaltungsratschef Chen Feng sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er sei überzeugt, dass das Unternehmen weiterhin die Unterstützung der Banken und anderer Finanzinstitute haben werde. Das Liquiditätsproblem sei entstanden, weil das Unternehmen eine große Zahl von Fusionen habe stemmen müssen. Das Marktumfeld sei schwieriger geworden, zudem erreiche die chinesische Wirtschaft nur noch relativ moderate Wachstumsraten. „Zinserhöhungen der Fed und eine rigidere Kreditpolitik in China haben zum Jahresende bei vielen chinesischen Unternehmen zu Liquiditätsengpässen geführt“, sagte Chen.

HNA ist hoch verschuldet und auch wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur ins Visier der Behörden geraten. In den vergangenen Monaten hatte HNA mit teuren Geldbeschaffungsmaßnahmen für Aufsehen gesorgt. Banken haben sich wegen der Liquiditätsprobleme besorgt gezeigt, die Rückzahlung von Krediten durch HNA verzögerte sich. Einige der zum Konzern gehörenden Fluggesellschaften haben Insidern zufolge fällige Leasingraten für Flugzeuge nicht pünktlich gezahlt.

Die Aktien der zum Konzern gehörenden Hainan Airlines - eine der größten chinesischen Fluggesellschaften -, der Bohai Capital Holding und von Tianjin Tianhai Investment sind vom Handel ausgesetzt. Es stehe eine wichtige Mitteilung bevor, erklärten die börsennotierten Unternehmen in den vergangenen Tagen.

„Unser Geschäft ist so groß, dass wir die Effizienz verbessern müssen“, sagte Chen. „Das langfristige Ziel, eine Weltklassefirma zu werden, ist unverändert.“ Die Probleme der Gruppe seien auch der Unerfahrenheit des Managements geschuldet. Die Integration der übernommenen Unternehmen werde „einige Zeit“ dauern.

HNA ist über die österreichische Vermögensverwaltung C-Quadrat mit 9,9 Prozent an der Deutschen Bank beteiligt. Die Probleme von HNA befeuerten Spekulationen, dass die Chinesen ihren Deutsche-Bank-Anteil versilbern könnten. Doch HNA wies dies zurück. „Die Deutsche Bank ist ein Kerninvestment für HNA, die Beteiligung hat einen hohen Prestige-Faktor“, hatte der Vertreter von HNA im Aufsichtsrat, Alexander Schütz, Ende Dezember in einem Zeitungsinterview gesagt. HNA habe kein Interesse an einem Verkauf.

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