Deutsche Bank Anshu Jain schwört aufs Investment-Banking

Anshu Jain hatte heute seinen großen Auftritt in Frankfurt: Der oberste Investmentbanker der Deutschen Bank sieht nach der Krise gute Erfolgschancen für seinen Geschäftsbereich. Investmentbanken könnten die Brücke zwischen aufstrebenden und etablierten Volkswirtschaften bilden.
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Anshu Jain lässt auf das Investment-Banking nichts kommen. Quelle: dpa

Anshu Jain lässt auf das Investment-Banking nichts kommen.

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HB FRANKFURT. "Ich bin zuversichtlich für die Zukunft unserer Industrie", sagte Jain am Dienstag auf einer Tagung in Frankfurt bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte. Investmentbanken könnten die Brücke zwischen aufstrebenden und etablierten Volkswirtschaften bilden. Zudem seien etwa Lebensversicherer, die ihren Kunden auch in Niedrigzinszeiten wie der aktuellen relativ hohe Garantiezinsen zugesagt haben, auf innovative Produkte der Finanzindustrie angewiesen.

Jain (47), der seit Juli im Vorstand der Deutschen Bank alleine für das wichtigste Geschäftsfeld des Konzerns verantwortlich ist, mahnte die Branche zugleich, nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. "Investmentbanken müssen wie Regulatoren und Regierungen eingestehen, dass einige ihrer Aktivitäten zur Krise beigetragen haben", sagte der Inder, der immer wieder als möglicher Nachfolger von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gehandelt wird.

"Fast jede Investmentbank war zu groß geworden. Fast jede Investmentbank driftete von ihren Kernaufgaben ab und lud sich zu viel Risiko auf." Die Notoperationen von Staaten und Notenbanken hätten Schlimmeres verhindert. "Ohne dieses Eingreifen wären die Auswirkungen sowohl für Banken als auch für die Gesamtwirtschaft noch schlimmer gewesen - das darf nicht vergessen werden", betonte Jain.

Für 2011 erwartet Jain ein weiter herausforderndes Umfeld - unter anderem wegen der Schuldenkrise in Euro-Staaten wie Griechenland, Irland und Portugal. Der Manager sagte aber auch, er halte es "für unwahrscheinlich, dass eines dieser Länder in absehbarer Zeit seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann".

Der Handel mit Devisen, Rohstoffen und Wertpapieren ist seit Jahren Hauptertragsbringer der Deutschen Bank - von seltenen Einbrüchen in der jüngsten Finanzmarktkrise einmal abgesehen. Im vergangenen Jahr machte das Investmentbanking mit 4,3 Mrd. Euro rund 80 Prozent des Vorsteuergewinns der Bank aus.

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1 Kommentar zu "Deutsche Bank: Anshu Jain schwört aufs Investment-Banking"

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  • Was für ein hirnloses blabla-bla-bla! Wer fällt denn wirklich auf so etwas noch rein? Gut, daß man via Handelsblatt darüber erfahren kann, wie die Deutsche bank aufgestellt ist: auf schwachen Füßen.
    (Diagnose: Profitabhängige-Profilneurose auf Kosten der Kunden, der Mitarbeiter, des Staates?)
    Solch ein Unternehmen ist schnell ein-kassiert!

    Schönen Gruß von FEP an Handelsblatt und alle MiT-Leser!

    Sehe und habe keine Veranlassung in diese Falle meine Email - Adresse zu verstecken....daher:
    (info ätsch SelbstHilfeProjektDeutschland.de)

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