Deutsche Bank: Aufsichtsrat will auf Krisen reagieren können

Deutsche Bank
Aufsichtsrat will auf Krisen reagieren können

Wie sprunghaft sich Kapitalanforderungen gegenüber Banken ändern können, zeigte im vergangenen Jahr der Stresstest der europäischen Finanzaufseher. Die Deutsche Bank bittet ihre Aktionäre daher um mehr Flexibilität.
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FrankfurtDie Deutsche Bank will angesichts der strengeren Anforderungen der Regulierer künftig mehr Spielraum bei der Aufnahme von Kapital haben. Die Aktionäre sollen dem Vorstand bei der Hauptversammlung am 31. Mai das Recht einräumen, beispielsweise über Wandelanleihen mehr Mittel einzusammeln als bisher möglich. Insgesamt könnte sich das Frankfurter Institut das bedingte Kapital damit um 270 Millionen Aktien erhöhen - 90 Millionen mehr als bisher.

„Auch wenn die Gesellschaft zurzeit ausreichend mit Eigenmitteln ausgestattet ist, muss sie über den notwendigen Handlungsspielraum verfügen, um sich jederzeit und gemäß der jeweiligen Marktlage Eigenmittel beschaffen zu können“, schrieb die Bank in der am Dienstag vorgelegten Einladung für die Hauptversammlung. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Aktionäre der Deutschen Bank zudem erlaubt, ihr Grundkapital um maximal 450 Millionen Aktien zu erhöhen.

Theoretisch könnte Deutschlands größtes Geldhaus somit 720 Millionen Aktien ausgeben und auf Basis des aktuellen Aktienkurses - und ohne Abschlag - fast 25 Milliarden Euro einsammeln. Der Vorstand der Bank hatte allerdings zuletzt deutlich gemacht, das keine großen Kapitalmaßnahmen geplant sind. Die Aktionäre werden Ende Mai zudem über drei neue Aufsichtsratsmitglieder abstimmen. Wie bereits bekannt, sollen Allianz-Vorstand Paul Achleiter und Siemens-Chef Peter Löscher in das Gremium einziehen. Zudem soll Rüdiger Trützschler, Vorstand des Mischkonzerns Haniel, in den Aufsichtsrat einziehen, erklärte die Bank am Dienstag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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