Deutsche-Bank-Chef
Ackermann bleibt Zurich Financial treu

Der scheidende Chef der Deutschen Bank stellt sich zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich Financial Services. Möglicherweise will Ackermann sogar dessen Leitung übernehmen.  
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ZürichOb Josef Ackermann Präsident werden soll, ließ das Unternehmen am Mittwoch offen. Das werde „zu gegebener Zeit vor der Generalversammlung“ bekanntgegeben. Die Aktionärsversammlung soll am 29. März stattfinden.

Ackermann scheidet Ende Mai als Vorstandschef der Deutschen Bank aus. In Finanzkreisen war sein Wechsel an die Verwaltungsspitze von Zurich als eine Option genannt worden. Der Schweizer ist seit 2010 Vizepräsident des Versicherers.

Der Posten des Präsidenten des Verwaltungsrates wird frei, da der bisherige Amtsinhaber Manfred Gentz nicht mehr antritt. Der gerade 70 Jahre alt gewordene frühere Daimler-Finanzchef zieht sich derzeit aus vielen Gremien zurück. Bei der Deutschen Börse, wo er noch bis Mai Aufsichtsratschef ist, gilt Allianz -Vorstand Joachim Faber als Favorit für seine Nachfolge.

Neu in den Zurich-Verwaltungsrat sollen die Britin Alison Carnwath und der Spanier Rafael del Pino gewählt werden. Neben dem Präsidenten scheidet auch der Brite Vernon Sankey aus dem Gremium aus.

Die Konzentration des Konzerns auf das Versicherungsgeschäft soll sich auch im Namen widerspiegeln. Das Unternehmen will sich künftig „Zurich Insurance Group AG“ nennen. „Zurich Financial Services“ spielte auf das Konzept eines Allfinanz-Konzerns an, das aber seit einigen Jahren aus der Mode geraten ist.

Zurich will an diesem Donnerstag den Jahresabschluss 2011 veröffentlichen. Analysten rechnen 2011 im Schnitt mit einem Gewinnanstieg um 18 Prozent auf vier Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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