Deutsche Bank: EZB-Aufseher nehmen Großaktionäre ins Visier

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EZB-Aufseher nehmen Großaktionäre ins Visier

Die Bankenaufseher der EZB wollen laut einem Zeitungsbericht die beiden größten Deutsche-Bank-Anteilseigner aus China und Katar unter die Lupe nehmen. Sie fragen: Woher kommt das Geld für das Investment?
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Frankfurt/BerlinDie Großaktionäre der Deutschen Bank aus Katar und China sind offenbar ins Visier der Europäischen Zentralbank (EZB) geraten. Die Bankenaufseher der EZB prüften derzeit, ein Inhaberkontrollverfahren zur Herrscherfamilie aus Katar und zu dem chinesischen Mischkonzern HNA einzuleiten, sagte eine mit ihren Überlegungen vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Mit einem solchen Verfahren prüfen die Aufseher die Zuverlässigkeit von Aktionären mit „maßgeblichem Einfluss“ auf Banken und Versicherer – normalerweise noch vor deren Einstieg. Besteht der Aktionär die Prüfung nicht, kann ihm die Aufsicht unter anderem die Ausübung seiner Stimmrechte verbieten.

Beide Investoren halten zwar jeweils weniger als zehn Prozent der Anteile an der Deutschen Bank – die Schwelle, bei der ein solches Verfahren routinemäßig in Gang gesetzt wird –, sie haben aber jeweils einen Sitz im Aufsichtsrat und könnten darüber Einfluss auf die Bank ausüben. Auch das gilt als ein Kriterium, nach dem die EZB-Bankenaufseher eine Überprüfung in Gang setzen können. Die „Möglichkeit einer Einflussnahme“ reiche dabei schon aus. Laut dem Kreditwesengesetz prüfen die Aufseher unter anderem, ob ein Großaktionär finanziell solide genug ist, um im Notfall Kapital nachschießen zu können, und aus welchen Quellen sein Geld kommt, das er für die Beteiligung ausgegeben hat. Das Gesetz nennt „Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung“ als Gegenstände der Überprüfung.

Die katarische Herrscherfamilie war schon vor drei Jahren im Zuge einer Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank eingestiegen. Zuletzt hatten Ex-Premier Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani und sein Cousin Hamad Bin Khalifa Al-Thani zusammen 6,1 Prozent der Anteile gemeldet. Insgesamt dürften sie aber acht Prozent sowie Optionen auf weitere knapp zwei Prozent besitzen, so dass sie unter der Zehn-Prozent-Marke bleiben. HNA hatte im Frühjahr in mehreren Schritten ein Paket von 9,9 Prozent zusammengekauft, finanziert mit Milliardenkrediten der Schweizer Großbank UBS. Die Papiere liegen in einem Spezialfonds des Wiener Vermögensverwalters C-Quadrat, der HNA inzwischen gehört. C-Quadrat-Chef Alexander Schütz war – zunächst für ein Jahr – in den Aufsichtsrat der Bank eingezogen. Als Vertreter Katars dort gilt der Rechtsanwalt Stefan Simon.

Ein Sprecher von C-Quadrat sagte, der Vermögensverwalter wisse von einem Inhaberkontrollverfahren nichts. Die EZB und die Bonner Finanzaufsicht BaFin wollten sich nicht dazu äußern. Auch die Deutsche Bank und HNA nahmen keine Stellung. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte als erstes über die Überlegungen der Aufseher berichtet.

Katar steht derzeit politisch massiv unter Druck. Vier seiner Nachbarstaaten, allen voran Saudi-Arabien, werfen dem Emirat vor, Terrororganisationen zu unterstützen und zu enge Kontakte zum Iran zu pflegen, und haben Katar wirtschaftlich isoliert. HNA ist eines der chinesischen Unternehmen, die im Ausland mit Milliardensummen auf Einkaufstour gehen und von der Regierung in Peking deshalb kritisch beäugt werden. Allein im vergangenen Jahr erwarb HNA, die aus einer regionalen Fluggesellschaft (Hainan Airlines) hervorgegangen war, Firmen und Unternehmensanteile für 20 Milliarden Dollar.

Bereits auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank waren Vorwürfe laut geworden, HNA und Katar könnten sich über die Ausübung ihrer Stimmrechte abgesprochen haben. Einem Bericht des "Manager Magazins" (Juni-Ausgabe) zufolge bereiten Anwälte im Namen von Aktionären entsprechende Anfechtungsklagen gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Nach all den bereits jetzt klar gestellten Betrugsfälle Deutschlands Flaggschiffe, wie Volkswagen (wohl auch Daimler und ähnliches mehr), Deutsche Bank und einiges Anrüchiges mehr, würde mich nicht wundern, wenn beim ehrlichen und in die Tiefe gehenden Netzeinwerfungen in die trüben bundesrepublikanischen Gewässer noch viel mehr ganz "Dicke Fische" ans Tageslicht gezogen werden (vorausgesetzt der Druck von Außen, vor allem wohl aus den VSA, lässt nicht nach).

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