Deutsche Bank

Für Jain und Fitschen wird die Luft dünner

Der Deutschen Bank könnte in naher Zukunft ein größerer Umbau der Unternehmensspitze bevorstehen als bisher gedacht. Denn der Vorstand genießt nicht mehr das Vertrauen des mächtigen Aktionärsberaters Hermes.
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Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden. Quelle: dpa
Anshu Jain (r) und Jürgen Fitschen

Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Führungsspitze der Deutschen Bank gerät ins Visier eines der einflussreichsten Investoren Europas. Der britische Aktionärsberater Hermes Equity Ownership Services fordert nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) einen Vorstandsumbau.

„Wir werden den Aufsichtsrat bitten, in den nächsten Monaten die Zusammensetzung des Vorstands zu überprüfen. Der Vorstand genießt nicht mehr unser Vertrauen“, sagte Hans-Christoph Hirt, Manager des Londoner Aktionärsberaters, dem Handelsblatt.

Mit der Forderung aus London bekommt der Widerstand der Deutsche-Bank-Aktionäre auf der Hauptversammlung am Donnerstag eine neue Dimension. Denn Hermes ist bekannt für seinen Einfluss auf Großinvestoren. Der britische Berater zettelte unter anderem bei Infineon eine Aktionärsrevolte an, die letztlich zum Rücktritt des damaligen Aufsichtsratschefs Klaus Wucherer führte.

Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden. Der Aufsichtsrat der Bank wird demnach an diesem Mittwoch nicht nur über den Weggang des Privatkundenchefs Rainer Neske und über dessen Nachfolge beraten, sondern es wird auch ein weitergehender Umbau des Vorstands besprochen.

Die Deutsche Bank wollte dies nicht kommentieren.

Zu viel Frust: Deutsche-Bank-Privatkundenchef schmeißt hin

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4 Kommentare zu "Deutsche Bank: Für Jain und Fitschen wird die Luft dünner"

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  • Wenn Sie von den 5.000 Prozessen erfahren haben, dann muss man doch die Frage stellen, wie tief die BAFin in den Fall verstrickt ist?

    War sie ahnungslos und hat damit "alternativlos" gehandelt. Gewiss hat sie "nach bestem Wissen und Gewissen" gehandelt.

    So passiert's, wenn man Aufsicht mit Leuten ohne Wissen und Gewissen besetzt.

    Oberaufsicht der BAFin hat der Bundesfinanzminister und der hatte lange Zeit Herrn Asmussen mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe betraut. Wie wir wissen wurde dieser nette Herr in der EZB als Direktor entsorgt und wird derzeit unter Frau Nahles versteckt.

    Ich bin gespannt, ob der ZDF-Beitrag heute auch diesen Aspekt beleuchtet oder ob er ausgespart wird.

  • "Josef Ackermann hätte nie Chef der Deutschen Bank werden dürfen."

    So einfach geht das nicht.

    So einfach ist Josef Ackermann nicht ins Amt gekommen. Er bedurfte der Zustimmung seitens der BAFin.

  • Der wahare Schuldige sitzt in der Schweiz.
    Josef Ackermann hätte nie Chef der Deutschen Bank werden dürfen.
    Jain und Fitschen sind diejenigen, die übrig geblieben sind vom korrupten Führungszirkel.
    Sie müssen nun die Konsequenzen tragen und für beide wäre es besser, wenn Sie sich
    schnell entschlössen reinen Tisch zu machen und zu verschwinden.
    Beide waren Mitverursacher der Katastrophe; Sie hätten es besser wissen müssen.

  • Kein Wunder!! Wenn eine Bank in weltweit mehr als 5.000 Prozesse involviert ist, dann stimmt etwas nicht - und zwar in der Führung!!
    Nicht nur das diese Tatsache total unseriös ist, beschädigt es auch die gesamte Bankenwelt.
    Weg mit diesen Bankstern - und zwar ohne Abfindung!!

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