Deutsche Bank
Immer mehr Aufseher sprechen sich für Ackermann aus

Die Stimmen im Aufsichtsrat der Deutschen Bank für einen Wechsel des Vorstandschefs Josef Ackermann in das Kontrollgremium mehren sich - und die Kritik der Aktionäre am Machtkampf innerhalb des Geldhauses nimmt zu.

FrankfurtIm Machtkampf um die künftige Führungsspitze der Deutschen Bank geht der Aufruhr im Aufsichtsrat weiter: Der öffentliche Vorstoß von Arbeitnehmervertreterin Marlehn Thieme für einen Wechsel von Vorstandschef Josef Ackermann in den Aufsichtsrat der Bank findet in Teilen des Kontrollgremiums ein positives Echo. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder - von Arbeitnehmer- und Kapitalseite - sagten dem Handelsblatt gestern, sie unterstützten einen Einzug des Schweizers in das Kontrollgremium.

"Ich denke, dass es unter den Arbeitnehmern eine Mehrheit gibt, die sich Ackermann im Aufsichtsrat wünscht", sagte ein Mitglied. "Das wäre eine gute Lösung, die man etwa zur Hauptversammlung 2012 hinbekommen kann", bestätigte ein anderer Aufseher. Ackermann habe ein hervorragendes Netzwerk. Ein drittes Mitglied sagte, Aufsichtsratschef Clemens Börsig werde sich nicht bis 2013 halten. Doch es gibt auch andere Meinungen in dem Gremium.

Thieme hatte am Dienstag gesagt: "Ich habe Herrn Ackermann gebeten - im Auftrag vieler leitender Angestellter der Bank -, sich zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat wählen zu lassen, damit seine Kompetenz und diese Vernetzung für unser Haus erhalten bleiben."

Thomas Körfgen, Geschäftsführer der SEB Investment GmbH, die Anteile an der Deutschen Bank hält, ließ im Gespräch mit dem Handelsblatt Sympathien dafür erkennen, dass Ackermann in den Aufsichtsrat wechselt, wenn er dies denn wolle. "Herr Ackermann hat die Deutsche Bank nach vorne gebracht, und seine Kenntnisse wären von hohem Wert."

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"Die öffentliche Diskussion hat der Bank geschadet"

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