Deutsche Bank
„Kein Geld verdienen ist auch keine Lösung“

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, skizziert bei der Handelsblatt Jahrestagung die neue Strategie. Für den geplanten „Kulturwandel“ führten radikale Lösungen nicht weiter, schöne Broschüren aber auch nicht.
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FrankfurtDie Bankenbranche hat derzeit viele Probleme, aber kaum griffige Lösungen. Aktuelle Skandale wie die Libor-Manipulationen und Iran-Geschäfte, dazu das beinahe täglich schwindende Vertrauen der Kunden: Die Institute kämpfen an vielen Fronten gleichzeitig. Die Deutsche Bank hatte sich Ende Juli einen „Kulturwandel“ auf die Fahnen geschrieben. Den benötigt die gesamte Branche – und Deutschlands größtes Finanzinstitut will der Vorreiter sein.

Heute war es an Jürgen Fitschen, etwas Licht ins Dunkle des geplanten „Kulturwandels“ zu bringen und dabei auch zu erläutern, wie das Geschäftsmodell seines Instituts nach dem Wandel aussehen soll. Der Co-Chef der Deutschen Bank gab auf der Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ in Frankfurt auch gleich einen Einblick, zwischen welchen Polen die Deutsche-Bank-Spitze bei der Neuausrichtung pendelt.

@hb_vorort vom Branchentreff „Banken im Umbruch“

„Nur zu sagen: Wir wollen doch ein fairer Partner sein, aber mit dem Geld verdienen haben wir ein Problem, ist auch keine Lösung“, sagte Fitschen. Der 63-Jährige warb um Verständnis, dass nicht das gesamte Geschäftsmodell der Universalbank auf den Kopf gestellt werden kann. „Ich behaupte, dass wir einsichtig sind, dass wir Konsequenzen gezogen haben und dass wir noch mehr Konsequenzen ziehen werden.“

Doch Fitschen weiß, dass er nach der Ankündigung des „Kulturwandels“ auch liefern muss. „Schöne Broschüren, wo alles beschrieben ist, werden uns nicht weiterbringen“, sagte Fitschen. Konkreteres blieb der Deutsche-Bank-Co-Chef allerdings schuldig. Nur so viel: „Radikale Lösungen führen nicht weiter.“

Das Führungsduo Fitschen und Anshu Jain will heute in einer Woche (Dienstag, 11. September) Details der künftigen Strategie der Deutschen Bank der Öffentlichkeit vorstellen. Dabei steht dann nicht nur der angestrebte „Kulturwandel“ im Vordergrund. Fitschen und Jain werden auch erklären, wie das gewandelte Institut in Zukunft Geld verdienen will.

Fitschen sagte, dass das Renditepotenzial der Branche insgesamt langfristig bei 14 bis 15 Prozent liege. Vorgänger Josef Ackermann hatte das Ziel einer Vorsteuerrendite von 25 Prozent verfolgt. Finanzprodukte wie Zertifikate seien weiterhin ein Bestandteil des Geschäfts. „Es muss ein Klima geben, wo wir auch mit neuen Finanzprodukten unsere Kunden beglücken dürfen“, sagte Fitschen.

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Oft gescholtenes Investment-Banking

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  • @Brasso:
    Weil sich kein vernünftiger Unternehmer, der nicht pleite gehen will, mit einer Eigenkapitalrendite (hier spricht niemand von Umsatzrendite) zufrieden ist.
    GmbHs (oder andere Firmen) die nur 3% Eigenkapitalrendite erzielen, sind entweder NPOs, die darauf ausgelegt sind, kein Geld zu verdienen, krebsen mit wenigen Arbeitnehmern dahin oder stehen kurz vor der Pleite.

  • Schräge öffentliche Sprachebene : "Kulturwandel"

    "Im besten Fall ist Kultur Anweisung zur Harmonisierung unserer Bedürfnisse."

    "Unsere" gibt es nicht in privaten Banken. Das Ausbildungssystem und die Vergütung von Banklehrlingen und Bankkaufleuten sollte reformiert werden.


    " Wandel"


  • ‘An alle Europäer



    Merkel repräsentiert nicht Deutschland sondern die Banken!



    Alle europäischen Politiker vertreten die Banken,
das heisst, die internationale Hochfinanz.



    Es gibt keine €uro-Krise,
der €uro ist ein Werkzeug der Banken,
um das Vermögen der Staaten Europas abzusaugen.



    Der €uro funktioniert genau nach Plan der Erfinder:

Der €uro und die EU sind entwickelt worden,
um jede Nation zu zerstören
und dessen gesamtes Vermögen zu stehlen!



    Spanien, Griechenland etc. versinken in Armut
und die Medien erzählen den Spaniern, Griechen etc.
ihr Geld wird von den Deutschen genommen.



    Deutschland versinkt in Armut und die Medien erzählen den Deutschen, ihr Geld geht an die Spanier, Griechen etc.



    Aber wo ist das Geld wirklich?



    Es ist nicht schwer zu finden, da es offen mitgeteilt wird:
Die Banken müssen "gerettet" werden!



    Schaut wie viel Zinszahlungen im Staatsbudget eures Landes vorgesehen sind.

(über 40 Milliarden Euro pro Jahr für Deutschland!)



    Banken erschaffen Geld aus Luft und verleihen es an Staaten gegen Zinsen.

    Die Steuerzahler der Länder müssen die Zinslast tragen!



    Damit wird das Volksvermögen Spaniens zerstört
und das von Deutschland genauso.



    Das ist das Schicksal aller Staaten mit einer Zentralbank!



    Informiert euch über die Funktion des Geldsystems
an Hand des Dollars.

    Guckt euch die Filme
Money as Debt und The American Dream an.



    Der €uro dient dem gleichen Zweck wie der Dollar.



    Es ist ein gigantischer Raubzug!



    Die, welche alle Staaten ausplündern, lügen uns an,
in dem sie behaupten, wir plündern uns gegenseitig aus.



    Lasst die Räuber nicht aus der Schusslinie entkommen,
in dem sie den Trick "teile und herrsche" anwenden.



    Wir sind Europäer.


    Zusammen sind wir eine Macht,
getrennt sind wir nichts als Sklaven der Banken!’

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