Deutsche Bank
Keine Einigung im Bonus-Streit

Eine Einigung zwischen der Deutschen Bank und ihrem ehemaligen Vorstandschef Josef Ackermann ist nicht in Sicht. Eine Verhandlungsrunde der jeweiligen Anwälte ist am Montag offenbar ergebnislos verlaufen.
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MünchenDie Gespräche zwischen der Deutschen Bank und ihren ehemaligen Spitzenmanagern über die Rückerstattung von Bonuszahlungen sind einem Magazinbericht zufolge ins Stocken geraten. Aufsichtsratschef Paul Achleitner sei vorerst mit dem Versuch gescheitert, eine Einigung mit dem früheren Vorstandschef Josef Ackermann und weiteren ehemaligen Vorständen herbeizuführen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Donnerstag vorab. Eine Verhandlungsrunde der jeweiligen Anwälte sei am Montag ergebnislos verlaufen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Dem Bericht zufolge geht es um mindestens 30 Millionen Euro. Strittig sei aber nicht nur die Höhe des Vergleichs. Die Manager wollten offenbar auch zugesichert bekommen, dass sie persönlich keinerlei Schuld an Skandalen wie der Manipulation der Libor-Zinsen trügen, berichtete der „Spiegel“.

Laut Finanzkreisen prüft die Deutsche Bank immer noch, ob sie frühere Vorstände für Verfehlungen persönlich zur Kasse bitten kann. Eine Anwaltskanzlei prüfe dazu unter anderem die Arbeitsverträge der einstigen Manager. Es gehe nicht nur darum, ob eingefrorene Boni – die normalerweise mit Zeitverzögerung ausgezahlt werden – ganz einbehalten werden, sondern auch, ob bereits ausgezahlte Gelder zurückgefordert werden könnten. Die Bank peilt eine Lösung bis zur Hauptversammlung im Mai 2017 an.

Ackermann hatte das Ansinnen zuletzt zurückgewiesen: „Es ist überhaupt nicht die Rede davon, Boni zurückzuzahlen.“ Es gehe vielmehr darum, die bisher nicht ausgezahlten Boni freiwillig in der Bank zu lassen. Er warf der Bank vor, ihn öffentlich unter Druck zu setzen. Er sei unter bestimmten Umständen bereit, seinen Beitrag zu leisten, aber auf Ansprüche formell verzichten werde er nicht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte ihn dafür scharf kritisiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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