Deutsche Bank
Kommt die Postbank an die Börse?

Weil die Deutsche Bank Miese macht, denkt die Führung über einen Strategiewechsel nach. Das Ergebnis könnte ein Börsengang des Privatkundengeschäfts inklusive der Postbank sein.
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FrankfurtDie Strategiedebatte bei der Deutschen Bank nimmt Formen an. Die Führungsspitze von Deutschlands größtem Geldhaus erwägt nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagsausgabe) eine weitere Beschneidung des Handelsgeschäfts und einen Börsengang der Postbank. Die Nachrichtenagentur Reuters spricht sogar von einem Börsengang des gesamten Privatkundengeschäfts.

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte Ende vergangenen Jahres den gesamten Vorstand damit beauftragt, eine neue Strategie für die Deutsche Bank zu entwickeln. Er reagierte damit auf die mäßigen Zahlen des Instituts. Zudem ist die Bank in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt.

Teile des Vorstandes haben dabei nun eine Strategie ins Spiel gebracht, die das Geldhaus zurück zu ihren Wurzeln als global aktiver Premium-Anbieter für Geschäftskunden führen würde.

Als Teil dieses Plans würde es deutliche Einschnitte im von hohen Kapitalanforderungen geplagten Handelsgeschäft geben. Das könnte auch das wichtige US-Geschäft betreffen, wo weitaus striktere regulatorische Anforderungen auf die Bank zukommen. Teil der Überlegungen – die noch im Anfangsstadium sind und in den kommenden Monaten zur Entscheidung anstehen – ist auch, eine Minderheit der seit ihrer schrittweisen Übernahme im Jahr 2008 stark im Wert gestiegenen Postbank an die Börse zu bringen.

In einem Statement für die Nachrichtenagentur Reuters erklärte die Deutsche Bank, es sei bekannt, dass die Bank ihre Strategie im Laufe des Jahr überarbeite. „Es ist unverantwortlich, über den Verkauf irgendwelcher Geschäfte zu spekulieren.“

Über ihre neue strategische Ausrichtung und ihre Ziele will die Deutsche Bank die Öffentlichkeit und Mitarbeiter erst im zweiten Quartal informieren. Aus Koalitionskreisen in Berlin verlautete, das Institut sei weiterhin politisch „sehr, sehr, sehr emsig“ unterwegs, um für eine Abschwächung des Trennbanken-Gesetzes zu werben.

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Kommentare zu " Deutsche Bank: Kommt die Postbank an die Börse?"

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  • Die Probleme, die von der Deutschen Bank heute bewältigt werden müssen, haben ja nicht die heutigen Manager ins Haus geholt, sondern Herr Ackermann durch seine unermessliche Profitgier. Und dafür hat er auch noch 20 Mio.€ p.a. kassiert. Da kann man dem damaligen Aufsichtsrat als verantwortliches Kontrollgremium nur gratulieren. Sie haben für die Ausübung Ihrer Pflichten schon die Note "sechs" verdient. Und als kleines Dankeschön an Herrn Ackermann durften wir als Steuerzahler auch noch seine Geburtstagsfeier bezahlen. Ist das nicht eine schöne heile Welt?

  • DB-Privatkundengeschäft ausgliedern - Nix Neues
    2. Versuch!
    Ich erinnere mich noch an das kurze ERSCHEINEN der
    "DEUTSCHE(n)BANK 24".

  • @Peter Casper
    er hat nur die aus Kapitalerhöhungen bezahlt aber in den letzten 7 Jahren nie verkauft weshalb ich seine Kompetenz in Frage stelle.
    Die intelligenten ex und aktuellen Deutschbanker deren Boni in Aktien ausbezahlt wurden haben sofort verkauft nach der Sperrfrist.

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