Deutsche Bank
Privatkunden-Sparte bekommt neue Führung

Die Deutsche Bank tauscht die Führung ihres Privat- und Firmenkundengeschäfts aus. Die bisherige Doppelspitze Wilhelm Von Haller und Peter Schedl gibt ihre Ämter Ende September ab. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

FrankfurtDeutsche-Bank -Privatkundenvorstand Christian Sewing will den Neustart der Sparte mit einer neuen Führungsspitze in Deutschland angehen. Wilhelm von Haller und Peter Schedl, die das Privat- und Firmenkundengeschäft im Inland bisher gemeinsam geführt hatten, geben ihre Ämter zum Monatsende ab. Ein Sprecher der Bank bestätigte am Freitag entsprechende Informationen des Magazins „Der Spiegel“. Sewing werde „zu gegebener Zeit“ einen Nachfolger bestimmen, sagte er. Dem „Spiegel“ zufolge soll der neue Mann aus der erfolgreichen Vermögensverwaltung kommen, er stehe aber noch nicht fest.

Die Privatkundensparte steht vor einem großen Umbau. Die Deutsche Bank will 200 der 750 Filialen aufgeben. Die bisher zur Sparte gehörende Postbank soll abgespalten und an die Börse gebracht werden, weil sich die Hoffnungen auf Synergien kaum erfüllt hatten. Laut „Spiegel“ könnten mit dem Filialabbau 2500 bis 3500 Stellen wegfallen. Der Banksprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Der 63-jährige von Haller wäre mitten in der Umorganisation der Sparte in den Ruhestand gegangen. Deshalb soll seinen Posten schon jetzt ein neuer Mann übernehmen. Von Haller hatte 25 Jahre im Management der Bank gearbeitet und nach der Übernahme von Sal. Oppenheim zeitweise auch die Kölner Privatbank geführt.

Der 48 Jahre alte Peter Schedl war erst zu Jahresbeginn von der Südtiroler Sparkasse zur Deutschen Bank zurückgekehrt. Er soll nun eine andere Aufgabe beim Umbau der Sparte übernehmen, wie es in einer Reuters vorliegenden internen Mitteilung Sewings heißt.

Der bisherige Co-Chef der Privatkundensparte habe sich „angesichts der anstehenden grundlegenden Veränderungen in der Privat- und Firmenkundenbank und um einen Wechsel und Neustart in der Führung zu ermöglichen“ dazu entschlossen. Schedl hatte Thomas Rodermann abgelöst, der als Deutschland-Chef zur Schweizer UBS wechselte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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