Deutsche Bank prüft Zukunft der britischen Vermögensverwaltung: Bankerin Horlick interessiert sich für Deutsche-Bank-Fonds

Deutsche Bank prüft Zukunft der britischen Vermögensverwaltung
Bankerin Horlick interessiert sich für Deutsche-Bank-Fonds

Die britische Fondsmanagerin Nicola Horlick soll Kreisen zufolge am Kauf der britischen Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank interessiert sein.

HB LONDON. Die Anfang des Jahres mit der eigenen Investmentfirma Bramdean in die Selbstständigkeit gestartete Horlick, die sich als Fondsmanagerin bei Morgan Grenfell und Societe Generale in London einen guten Ruf in der Branche erworben hat, sei bereits auf die Deutsche Bank zugegangen, hieß es aus mit der Lage vertrauten Kreisen.

Die Deutsche Bank hatte im Dezember angekündigt, die Zukunft der britischen Vermögensverwaltung zu prüfen. Bramdean habe die Deutsche Bank gebeten, die Verkaufsbedingungen mitzuteilen, hieß es aus den Kreisen. „Bramdean muss die kritische Masse erreichen und die Deutsche gehört zu den interessanteren Geschäften, die zum Verkauf stehen“, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Die Sparte verwaltete Ende vergangenen Jahres 78,5 Milliarden Euro. Analysten schätzen den Verkaufspreis für solche Aktivitäten auf ein Prozent der verwalteten Vermögen. „Wir prüfen weiter“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bank zur Zukunft der Sparte. Eine Entscheidung werde wahrscheinlich Ende April getroffen. Ende Februar hatte die deutsche Großbank die Beratungsfirma Hawkpoint beauftragt, sie bei dem möglichen Verkauf zu beraten.

Eine weitere mit den Plänen vertraute Person sagte: „Ein Verkauf ist die wahrscheinlichste Variante, aber es gibt noch keine Entscheidung.“ Hawkpoint sei beauftragt, zu ergründen, „wer interessiert ist und welchen Appetit der Markt hat“. Mehrere mögliche Käufer hätten der Bank Interesse signalisiert. Nicola Horlick gehört zu den renommiertesten Fondsmanagern in London. Bis 2004 war sie bei der britischen Fondstochter der französischen Großbank Societe Generale tätig, zuvor arbeitete sie bei den Investmentfirmen Mercury und Morgan Grenfell - letztere wurde 1990 von der Deutschen Bank übernommen.

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