Deutsche Bank

Razzia in Ackermanns Büro

Josef Ackermann hat erneut großen Ärger mit der deutschen Justiz. Wie das Handelsblatt erfahren hat, durchsuchten Ermittler sein Büro. Der Deutsche-Bank-Chef soll vor Gericht gelogen haben.
Update: 14.11.2011 - 13:11 Uhr 12 Kommentare
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Quelle: dapd

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat Ärger mit der Staatsanwaltschaft.

(Foto: dapd)

FrankfurtMitte Mai haben im milliardenschweren Kirch-Prozess: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Aufsichtsratschef Clemens Börsig und zwei weitere Manager ihre Aussage gemacht. Doch sprachen sie auch die Wahrheit?

Die Staatsanwaltschaft München hat daran offenbar Zweifel. Es laufen Ermittlungen unter anderem gegen Josef Ackermann, der verdächtigt wird, in dem Verfahren vor einigen Wochen die Unwahrheit gesagt zu haben. Nach Angaben der Anwälte der Deutschen Bank wird auch gegen den Aufsichtsratschef Clemens Börsig und weitere Manager wegen des Verdachts des versuchten Prozessbetruges ermittelt.

Wie das Handelsblatt erfuhr, hat die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag die Büros von Börsig, Ackermann und dem früheren Bankchef Rolf E. Breuer durchsucht. Bei Letzterem nahmen die Ermittler auch die Privaträume in Augenschein.

Die Staatsanwaltschaft war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Deutsche Bank dementierte die Durchsuchungen nicht. Ein Sprecher sagte: "Wir weisen das Vorgehen als unverhältnismäßig zurück."

Die Deutsche Bank reagierte heute: Als der Kirch-Prozess am Morgen vor dem Oberlandesgerichts (OLG) München weiterging, hat das Institut gegen die Richter einen Befangenheitsantrag gestellt. Bei der Einsicht in die Akten des Gericht sei klar geworden, dass es einen gezielten Austausch zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft gegeben habe.

Angesichts der Anträge unterbrach der Vorsitzende Richter Guido Kotschy das Verfahren, bis über die Ablehnung ein anderes Richtergremium entschieden hat. Damit platzte auch die Aussage von Verlegerin Friede Springer, die bereits im Saal Platz genommen hatte. Wie und wann das Verfahren (Akt: 5U 2472/09) weitergeht ist offen.

Friede Springer kommt vergeblich
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12 Kommentare zu "Deutsche Bank: Razzia in Ackermanns Büro"

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  • Das Ackermann ein etwas anderes Verhältnis zu Gesetzmässigkeiten hat, ist doch bekannt. Nun ist abzuwarten was aus der Untersuchung rauskommt.
    - Wer sein Geld einen fast vorbestraften Ackermann überlässt hat selber Schuld.-

  • Schon klar, dass die Mühlen des Gesetzes mitunter sehr langsam mahlen.
    So ganz ironiefrei war mein Beitrag ja auch nicht gemeint.

  • Erst einmal muß das nachgewiesen werden. Aber wahrscheinlich glauben Sie alles, was in der Zeitung steht.

  • Why not?
    Er hatte allerdings bereits 2008 heftigst überreizt, das war alles.
    Reden wir nicht von Hermann Josef Abs, dem wurde ja noch ein Orden für 40.000.000 Tote überreicht von der damaligen Administration der Bundesrepublik Deutschland.

  • Wer hat ihm eigentlich die großzügigen Boni und Gehälter bezahlt?

  • Darf so ein Mann den Beruf eines Bankers ausüben?

  • Corzine, Fulk, Ackermann, Stauss-Kahn ... Gesetze sind nur fuer Joe Public, nicht fuer Banker, Bilderberger, die "wichtigen"

  • Immer diese Vorverurteilungen! Es bleibt doch abzuwarten was bei dieser Aktion heraus kommt! Wer sich noch an die Meldungen nach Dr. Ackermanns Aussage erinnert, wird auch wissen, dass der Richter fragte ob er "geschult" worden sei. @ Angerweide 01, wenn Sie einen vorübergehenden Verlust nicht ertragen können, warum sind Sie dann noch Aktionär? Jedenfalls werde ich auf der nächsten HV Josef Ackermann meine Stimme geben!

  • Ich bin mir sicher, dass er ein bisschen Geld in die Hand nehmen wird und ein bisschen "inverstiert"!

  • Vorschlag: 3 Wochen U-Haft für Joe, verbunden mit gemeinnütziger Arbeit wahlweise in einem Alterspflegeheim, einer Kita-Stätte in B-Kreuzberg oder einer Einrichtung für straffällig gewordene jugendliche Arbeitslose. Die Begründung, welche Straftat er begangen hat, wird bei Gelegenheit nachgeliefert.
    Die Erfahrung würde ihm auf jeden Fall guttun.

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