Deutsche Bank Rüsten für die Ära nach Ackermann

Ein gutes Jahr vor dem geplanten Abtritt Josef Ackermanns als Vorstandschef der Deutschen Bank stellt der Aufsichtsrat heute die Weichen für die Zeit danach.
Josef Ackermann schaut sich nach einem Nachfolger um. Quelle: Reuters

Josef Ackermann schaut sich nach einem Nachfolger um.

(Foto: Reuters)

FRANKFURT. Der Vorstand soll von vier auf acht Mitglieder erweitert, das bisher als eigentliches Führungsgremium fungierende Group Executive Committee von zehn auf dreizehn aufgestockt werden. Damit soll die Führungsmacht, die bisher gebündelt bei Ackermann gelegen hatte, auf mehrere Schultern verteilt und der Vorstand aufgewertet werden.

Damit gelten - von Aufsichtsratschef Clemens Börsig abgesehen - nur die Mitglieder des dann erweiterten Vorstands wirklich noch als interne Kandidaten für die Nachfolge Ackermanns. Auch über eine Doppelspitze wird derzeit spekuliert. Die Deutsche Bank hatte in der Vergangenheit von 1967 bis 1969 mit Karl Klasen und Franz Heinrich Ulrich und dann zwölf Jahre lang von 1976 bis 1988 ein solches Tandem. 1976 traten Wilfried Guth und F. Wilhelm Christians gemeinsam an. 1985 übernahm dann Alfred Herrhausen Guths Position. Trotz dieser Tradition spricht gegen eine Doppelspitze unter anderem, dass solche Führungsstrukturen bei angelsächsischen Investoren als wenig beliebt gelten.

Mit der Erweiterung des Vorstands um die Investmentbanker Anshu Jain und Michael Cohrs sowie Deutschlandchef Jürgen Fitschen und Privatkundenchef Rainer Neske werden zentrale Entscheidungskompetenzen wieder in den Vorstand zurückverlagert - wie von Börsig gewünscht.

Ackermanns bisher übermächtiges Group Executive Committee, indem neben dem Vorstand fünf weitere Mitglieder vertreten sein sollen, soll Vorstandsentscheidungen vorbereiten und analysieren. Als neues Mitglied rückt der Leiter des Zahlungsverkehrs, Werner Steinmüller, in das Gremium auf. Zudem soll je ein prominenter Manager aus den Regionen Amerika und Asien vertreten sein.

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