Deutsche Bank
Saudi-Arabien-Chef meldet Rekordjahr

Für die Deutsche Bank dürfte es eine frohe Botschaft kurz vor Weihnachten sein: Zwischen allen Skandal- und Umbaunachrichten des Instituts verkündet der Saudi-Arabien-Chef der Bank satte Gewinne.

DubaiDie Deutsche Bank erwartet in diesem Jahr ihr bislang bestes Ergebnis in Saudi-Arabien. Und das obwohl der Ölpreis eingebrochen ist, das Wachstum in dem Königreich schwächer wird. Das sagte Jamal Al Kishi, CEO von Deutsche Securities Saudi Arabia in Riad.

„2015 ist für uns in Saudi-Arabien ein Rekordjahr gewesen, getrieben vor allem von strukturierten Finanzierungen und M&A-Tätigkeiten“, sagte Al Kishi. „Für die Deutsche Bank leistet das Geschäft in Saudi-Arabien einen der größten Beiträge in der Teilregion Naher Osten und Afrika, und das spiegelt sich wider in anhaltenden Investitionen und Engagement.“

Die Frankfurter Bank zählte im März zu jenen Insitituten, die eine Anleihe im Volumen von 2 Milliarden Rial (487 Millionen Euro) für die Arab National Bank in Riad begaben. Im im September war sie zudem bei einem Kredit über 10 Milliarden Dollar für den Ölkonzern Saudi Aramco beteiligt. Die Bank berät Aramco auch beim potenziellen Kauf einiger Marketing-, Einzelhandels- und Raffinierieaktiva von China National Petroleum, wie im Oktober aus informierten Kreisen verlautete.

Der Einbruch der Ölpreise – Ölexporte sind die wichtigste Einnahmequelle der Saudis – wird zum ersten Haushaltsdefizit seit 2009 führen. Das Wirtschaftswachstum wird sich nach Expertenschätzung im kommenden Jahr auf 2,5 Prozent abschwächen. 2015 waren es noch drei Prozent. Gleichwohl bleiben die Geschäftsmöglichkeiten für Banken bestehen, da staatliche Unternehmen auf der Suche nach Investitionen im Ausland sind und Kapital beschaffen wollen.

„Die Gelegenheiten hier sind großartig, und die internationalen Banken kratzen wirklich erst an der Oberfläche“, sagte Al Kishi. „Wir sehen definitiv viele weitere Möglichkeiten in Saudi-Arabien, auch mit einem Ölpreis auf dem derzeitigen Niveau.“

Solch ein Optimismus dürfte bedeuten, dass die Saudi- Arabien-Sparte der Deutschen Bank den von Co-Chef John Cryan angekündigten Sparmaßnahmen entgehen kann. Cryan erwägt, die Dividende für zwei Jahre auszusetzen, sich aus dem Geschäft in zehn Ländern zurückzuziehen und die Belegschaft um rund ein Viertel zu verringern. Das soll den Gewinn zu verbessern und den Aktienkurs antreiben.


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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