Deutsche Bank streicht eine Marke
Die Berliner Bank ist am Ende

Die Berliner Bank wird Ende 2017 Geschichte sein: Die Konzernmutter, die Deutsche Bank, hat im Zuge ihres Sparprogramms entschieden die Marke aufzugeben. Das trifft in Berlin 600 Mitarbeiter und 300.000 Kunden.

BerlinDie Berliner Bank verschwindet vom Markt. Die Marke soll komplett in der Deutschen Bank aufgehen, der das Berliner Institut seit 2006 gehört. Das teilten beide Häuser am Mittwochmittag mit. Die 300.000 Kunden, die in der Stadt ein Konto bei der Berliner Bank haben, wechseln automatisch zur Deutschen Bank. Ende 2017 soll die Integration vollständig abgeschlossen und die Berliner Bank Geschichte sein.

Deutsche-Bank-Chef Cryan räumt auf

Der Grund für diese Entscheidung liegt auf der Hand: Die Deutsche Bank muss sich neuaufstellen. Konzernchef John Cryan hat bereits angekündigt insgesamt 9000 Stellen zu streichen und 200 Filialen zu schließen. Da kann man sich eine zweite Marke in Berlin schlichtweg nicht leisten.

„Als Berliner Bank haben wir viel von unserem Know-how und Verbindungen mit den Menschen und Unternehmen in der Stadt in die Deutsche Bank eingebracht“, sagte Stefanie Salata, Chefin der Berliner Bank, am Mittwoch. Seit sie die Geschäftsleitung 2013 übernommen hat, hatte sie die Daseinsberechtigung des Regionalinstituts innerhalb des Deutsche-Bank-Konzerns immer wieder verteidigt. Sie seien näher am Kunden, würden die Besonderheiten der Berliner Kunden besser kennen und der Mutter durch den starken Fokus auf die Region keine Konkurrenz machen.

Jetzt sagt sie: „Mittlerweile haben wir nahezu das gleiche Produktangebot.“ Mit anderen Worten: Es macht keinen Unterschied, ob ein Kunde zur Berliner Bank oder zur Deutschen Bank geht - er bekommt in beiden Häusern das Gleiche. „Ein einheitlicher Auftritt in Berlin ist deshalb ein konsequenter Schritt mit Vorteilen sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Bank“, sagt Salata.

Was das Ende der Marke für die gut 600 Mitarbeiter der Berliner Bank bedeutet, blieb zunächst offen. Auf dem Papier sind sie eh längst Angestellte des Mutterkonzerns Deutsche Bank - deshalb kann man ihre Arbeitsplätze nun nicht einfach streichen. Gleichzeitig könnten durchaus einige von ihnen von den konzernweiten Stellenstreichungen betroffen sein.

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