Deutsche-Bank-Tochter
Ermittler machen Fortschritte bei Sal. Oppenheim

Die Staatsanwaltschaft Köln will die Ermittlungen in einem Teil des Verfahrens wegen Untreue bei der heutigen Deutsche-Bank-Tochter Sal „zeitnah abschließen“. Das teilte die Behörde mehreren Verfahrensbeteiligten mit.
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KölnDie Staatsanwaltschaft Köln macht bei ihren Ermittlungen wegen Untreue bei der heutigen Deutsche-Bank-Tochter Sal. Oppenheim offenbar Fortschritte. Nach Informationen des Handelsblatts hat die Behörde mehreren Verfahrensbeteiligten mitgeteilt, sie wolle die Ermittlungen in einem Teil des Verfahrens „zeitnah abschließen“.

In dem betroffenen Ermittlungskomplex geht es um Untreuevorwürfe im Zusammenhang mit Immobilien der Bank: So soll ein Familienmitglied aus dem Kreis der ehemaligen Gesellschafter zu geringe Mietzahlungen für eine Immobilie der Bank in Köln geleistet haben. Das prestigeträchtige Gebäude soll von seiner Mutter genutzt worden sein. Zudem steht der Verdacht im Raum, die Bank habe für ein Bürogebäude in Köln überhöhte Mieten bezahlt. Letzteres gehörte einem Fonds, an dem Teile der damaligen Führung der Bank beteiligt waren.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln wollte zu einzelnen Elementen der Untersuchungen keine Stellung nehmen. Die Ermittlungen dauerten in dem gesamten Verfahren noch an, sagte er.
Das Verfahren arbeitet Unregelmäßigkeiten auf, die mit zur Schieflage der einst stolzen Privatbank führten. Management und Eigner von Sal. Oppenheim hatten die Bank mit Wetten auf Derivate, Großkrediten an wichtige Kunden und der Beteiligung am Warenhauskonzern Arcandor in Bedrängnis gebracht. Nach mehr als 200 Jahren Unabhängigkeit übernahm letztlich die Deutsche Bank 2010 das Kölner Geldhaus. Der Immobilienkomplex wird von Kennern des Verfahrens als „kleinerer Teil“ des Gesamtverfahrens bezeichnet. Bei den öffentlich bereits länger bekannten Teilen des Falles soll noch kein Ende absehbar sein.

Fidelius Schmid
Fidelius Schmid
Handelsblatt / Reporter

Kommentare zu " Deutsche-Bank-Tochter: Ermittler machen Fortschritte bei Sal. Oppenheim"

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  • Na das sind ja Wahnsinnsvorwürfe.

    Da hat ein Gesellschafter seiner Mutter vermeintlich ein Wohnenhaus zu einer günstigeren Miete besorgt. Und das über das eigene Unternehmen. Wir dachten alle, es würde um signifikante Dinge gehen. Ohne Worte......

  • Es dürfte interessant sein, zu erfahren, wie viel der altersgerechte Umbau der Villa für die alte Dame gekostet hat - und ob es tatsächlich einen Seniorenrabatt i.H.v. 30.000 € für die alte Dame gegeben hat. Außerdem hoffe ich als Aktionär der Deutschen Bank, dass sich die kolportierten Mietüberzahlungen bzw. möglicherweise überteuerten Immobilienkäufe in voller Höhe ohne Zinsverluste eintreiben lassen. Die Aufarbeitungskosten für die Oppenheim-Affären sollten auch nicht an uns Aktionären hängen bleiben.

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