Deutsche Bank-Tochter
Norisbank-Filialen gehen in der Postbank auf

Die Filialen der Norisbank verschwinden aus dem Straßenbild: Kunden, Mitarbeiter und Filialeiter können zur Postbank wechseln. Die Marke Norisbank bleibt noch als Online-Bank erhalten.
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FrankfurtDie Deutsche Bank gibt die Filialen der Norisbank auf. Die 300.000 Filialkunden, die 400 Mitarbeiter und Filialleiter erhielten das Angebot, zur Postbank zu wechseln, sagte der designierte Postbank-Vorstandschef Frank Strauß am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Der Schritt war nach der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank erwartet worden. Als Online-Bank soll die Norisbank erhalten bleiben, wie ein Sprecher sagte.

Im vergangenen Jahr litt die Deutsche Postbank massiv unter den Abschreibungen auf ihre griechischen Staatsanleihen. Allein um 632 Millionen Euro mussten die Papiere auf 27 Prozent ihres Nennwertes wertberichtigt werden. Das Restrisiko nach dem Tausch in neue griechische Staatsanleihen liege nun aber nur noch bei 51 Millionen Euro, sagte Finanzchef Marc Heß. Die Staatsanleihen und 142 Millionen Euro an Rückstellungen für den Personalabbau ließen den Gewinn 2011 auf 111 (2010: 138) Millionen Euro zusammenschmelzen.

Die Postbank hat in den vergangenen zwei Jahren rund 2000 von mehr als 21.000 Arbeitsplätzen abgebaut, nach eigenen Angaben sozialverträglich. Für das laufende und das nächste Jahr sagte der scheidende Vorstandschef Stefan Jütte wieder „deutlich positive“ Ergebnisse voraus. Das Jahr 2012 werde aber noch durch das „heraufordernde Zinsumfeld“ beeinträchtigt.

Der Abbau von Bilanzrisiken habe die Kernkapitalquote im vergangenen Jahr auf 10,8 (8,1) Prozent nach oben schnellen lassen. Die für 2012 angepeilten 9,5 Prozent seien damit vorzeitig übertroffen worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutsche Bank-Tochter: Norisbank-Filialen gehen in der Postbank auf"

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  • Gerade als ich mich als Neukunde anmelden wollte, kam die Nachricht der Schließungen wie ein Hammerschlag.

    Wenn ich mir dann vorstelle, ich müsste zur Postbank wechseln, wo ein/e Berater/in keinerlei Kompetenzen hat, na dann Prost Mahlzeit.
    Ich laufe in einem Nachlassverfahren schon über Monate an Informationen hinterher, per Telefon landet man in einem Callcenter, keiner kann einem helfen und man wird von Einem zum Anderen verschoben.
    Dieser Spass ist nicht nur teuer, sondern auch Langwierig, z.Zt. läuft das alles schon 6 Monate mit der Postbank und noch ist kein Ende in Sicht.
    Auch mit persönlichem Beraterkontakt ist kein weiter kommen abzusehen.
    Also sollte sich jeder gut überlegen, ob oder was er/sie künftig mit, oder von seiner/ihrer Bank erwartet.

    Ich bin da kein Einzelfall, wie ich es von anderen Personen zu hören bekam und noch immer bekomme.

  • ich bekomme für meinen Scheck ein schreiben geschickt - total doof - anstatt das auch noch über die DT. Bank laufen zu lassen ... neee

  • Da ich eh schon 95% Online abgewickelt haben, ist der Verlust der Filialen für mich kein allzu großes Problem, außerdem kann man ab 08/2012 die SB Terminals der Deutschen Bank benutzen. Nervig wird es sein, einen Scheck einzulösen, denn muss ich mit einem formlosen Schreiben nun nach Leipzig einsenden. Nicht wirklich sinnvoll.

    Zur Postbank gehen: bloß nicht. Denn wirkliche Postfilialen gibt es kaum noch, es sind meist kleine Läden mit Briefmarkenverkauf. Und wenn man doch noch echte Filiale erwischt, so darf man da etliche Minuten anstehen und feststellen, dass die Mitarbeiter dort wenig kompetent sind. Selbst das Finanzamt ist besser. Wie oft bei bei der Post schon erlebt, dass man 10 Minuten wartet bis man drankommt und dann "dafür bin ich nicht zuständig". Aber wer es ist und wo man das vorher sehen kann, weiß auch keiner.

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