Deutsche Bank-Tochter
Postbank setzt mehr denn je auf Kreditgeschäft

Die Postbank will mit einer Offensive im Kreditgeschäft die anhaltende Zinsflaute bekämpfen: Beim Werben um Neukunden für Girokonten macht das Institut Tempo sowie im Bauspargeschäft.
  • 0

FrankfurtDie Postbank stemmt sich mit einer Offensive im Kreditgeschäft gegen die anhaltende Zinsflaute. In den ersten neun Monaten legte das Neugeschäft mit Ratenkrediten um rund ein Viertel auf knapp 1,6 Milliarden Euro zu, wie die Deutsche-Bank -Tochter am Mittwoch mitteilte. Das Bauspargeschäft zog ebenfalls an. Auch beim Werben um Neukunden für Girokonten macht das Institut Tempo: Die Zahl der privaten Konten stieg um rund 410.000 auf nunmehr 5,2 Millionen. Sie sind zwar kostenlos, gelten aber als Einstieg für weitere Produkte, an denen die Bank in guten Zeiten wieder mehr verdienen kann.

Die anhaltend niedrigen Zinsen durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken belasten die Geldhäuser schon seit mehreren Quartalen. Denn die Kunden legen in diesem Umfeld weniger Geld an und auch die Banken bekommen für ihre Anlagen am Kapitalmarkt weniger. Der Vorsteuergewinn der Postbank schrumpfte deshalb in den ersten drei Quartalen um 58 Millionen Euro auf 341 Millionen.

Postbank-Chef Frank Strauß hob hervor, dass sein Haus auch beim Aufräumen der Altlasten aus der Finanzkrise weiter vorankommt: "Wir konnten die Risiken weiter abbauen, das Bilanzvolumen reduzieren und unsere harte Kernkapitalquote verbessern." Die harte Kernkapitalquote liegt jetzt bei 10,0 (Ende 2012: 9,0) Prozent. Komplexe Finanzanlagen, die in der Finanzkrise an Wert verloren, hatten zuvor noch massiv an der Kapitaldecke der Postbank gezehrt. Wegen des Abbaus dieser Altlasten geht die Postbank für 2013 weiter von einem Gewinnrückgang aus. 2012 hatte das Institut 386 Millionen Euro vor Steuern verdient.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Deutsche Bank-Tochter: Postbank setzt mehr denn je auf Kreditgeschäft"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%