Deutsche Bank und Monte dei Paschi
Staatsanwaltschaft Mailand will Prozess gegen Banker

Die Staatsanwaltschaft Mailand hat Prozesse gegen mehrere ehemalige oder derzeitige Mitarbeiter der Deutschen Bank und der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi beantragt. Es geht um windige Derivategeschäfte.

MailandDie Staatsanwaltschaft Mailand hat nach Ermittlungen zu windigen Derivategeschäften Prozesse gegen 13 frühere und aktuelle Bank-Manager beantragt. Darunter seien sechs ehemalige oder derzeitige Mitarbeiter der Deutschen Bank und mehrere Ex-Top-Manager der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag berichtete. Sie sollen mit mehreren Finanzaktionen Verluste der Geldhäuser vertuscht haben. Wann das Gericht über die Eröffnung des Verfahrens entscheidet, stand zunächst noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen unter anderem Bilanzfälschung, Behinderung der Bankenaufsicht und Kurstreiberei vor. Es geht dabei auch um eine bestimmte Transaktion, die der Monte dei Paschi di Siena ab 2008 hohe Verluste eingebracht hatte. 2013 hatten beide Institute ihren Rechtsstreit dazu beigelegt, nachdem das italienische Geldhaus der Deutschen Bank zunächst vorgeworfen hatte, über den Tisch gezogen worden zu sein.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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