Deutsche Bank
Verhaltenes Interesse an Anleihenrückkaufprogramm

Um Investoren zu beruhigen, hat die Deutsche Bank Anleihen zurückgekauft. Allerdings wollten deutlich weniger Gläubiger ihre Papiere loswerden als gedacht. Für die Bank lohnt sich der Kauf auch aus bilanzieller Sicht.

Frankfurt am MainDie Deutsche Bank hat zur Beruhigung der Märkte wie angekündigt eigene Anleihen in Milliardenhöhe zurückgekauft. Allerdings war das Interesse an dem Angebot geringer als erwartet, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Die Bank hatte Mitte Februar ein Volumen von drei Milliarden Euro für fünf bestimmte Euro-Anleihen aufgerufen – ein Signal für Kapitalstärke. Investoren wollten daraufhin Papiere im Gesamtwert von 1,75 Milliarden Euro loswerden. Gekauft hat die Bank letztlich Anleihen für 1,27 Milliarden Euro.

„Die relativ geringe Annahme des Kaufangebots zeigt, dass sich die Stimmung am Markt verbessert hat und es Anleger bevorzugen, weiter in den Deutsche-Bank-Anleihen investiert zu bleiben“, erklärte das Institut. Mit dem Rückkauf der Schuldscheine unter Nennwert kann die Bank einen Kapitalgewinn einstreichen und spart sich zudem künftige Zinszahlungen. Die Bank erwartet aus der Transaktion einen positiven Ergebnisbeitrag im ersten Quartal in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Noch bis zum 11. März gilt ein Rückkaufangebot für bestimmte Dollar-Anleihen im Volumen von zwei Milliarden Dollar.

Die Deutsche Bank hat 2015 einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro verbucht und war zuletzt an der Börse stark unter Druck geraten. Die Aktie des größten deutschen Geldhauses verlor seit Jahresbeginn – wie andere Banktitel auch – massiv an Wert. Der Wertverlust beträgt knapp ein Drittel. Vorstandschef John Cryan hatte betont, die Deutsche Bank sei „angesichts ihrer Kapitalstärke und ihrer Risikoposition absolut grundsolide“.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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