Deutsche Bank
Verkauf von Vermögensverwaltung nur teilweise geglückt

Die Deutsche Bank hat es nicht geschafft, ihre gesamte Vermögensverwaltungssparte loszuwerden. Die US-Investmentgesellschaft Guggenheim Partners wollte nur einen Fondsanbieter aus dem Paket erwerben.
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FrankfurtDie Deutsche Bank bekommt zunächst nur einen kleinen Teil ihrer zum Verkauf stehenden Vermögensverwaltungssparte los. Die US-Investmentgesellschaft Guggenheim Partners will ihr nur noch den Immobilien- und Infrastrukturfonds-Anbieter RREEF abkaufen, wie die Deutsche Bank am Freitag einräumte. RREEF macht - gemessen am verwalteten Vermögen von 47 Milliarden Euro - rund ein Zehntel der im Herbst zur Disposition gestellten Geschäfte aus.

Damit ist der Plan von Vorstandschef Josef Ackermann gescheitert, den Verkauf der ungeliebten, weil ertragsschwachen Sparten rechtzeitig vor seinem Abschied zum Monatsende unter Dach und Dach zu bekommen.

Nur über RREEF werden nun mit Guggenheim noch exklusiv weiter verhandelt, erklärte die Bank. Das Interesse verloren hat der New Yorker Investor dagegen an der Vermögensverwaltung für Versicherungen (Deutsche Insurance Asset Management) und andere institutionelle Kunden (DB Advisors).

Auch das US-Geschäft der Publikumsfondsgesellschaft DWS, das nie so richtig in Schwung gekommen ist, will Guggenheim offenbar nicht. Die Bank hielt sich alle Optionen offen, was damit nun passieren soll: „Die Deutsche Bank wird diese Bereiche weiter überprüfen“, hieß es nur.

Die Deutsche Bank hatte die Vermögensverwaltung - bis auf das Europa- und Asien-Geschäft der DWS - im November zum Verkauf gestellt. Sie ist das Sorgenkind der Bank, da sie trotz mehrerer Umbaumaßnahmen nicht die gewünschten Erträge abwirft. 2011 warf das gesamte Segment vor allem dank der DWS 446 Millionen Euro ab - weniger als zehn Prozent des Konzerngewinns. Insgesamt verwaltete die Deutsche Bank zuletzt 542 Milliarden Euro, rund 130 Milliarden davon entfallen auf die DWS-Publikumsfonds, die die Deutsche Bank behalten will.

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