Deutsche Bank

Was macht Jürgen Fitschen bei der „Superillu“?

Er ist einer der wichtigsten Geldmanager Europas, vielleicht weltweit. Jetzt präsentiert sich Jürgen Fitschen ganz volksnah. Im ostdeutschen Boulevardblatt Superillu warnt er vor dem billigen Geld der Notenbanker.
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Jürgen Fitschen ist Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und Präsident der Bundesverbandes Deutscher Banken. Quelle: dpa

Jürgen Fitschen ist Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und Präsident der Bundesverbandes Deutscher Banken.

(Foto: dpa)

Der Anruf des Handelsblattes in der Redaktion der „Superillu“ kam wohl etwas überraschend. „Was verschafft uns die seltene Ehre“, fragt der Wirtschaftsredakteur. Die Nachrichtenagenturen hatten gemeldet, dass die vor allem in den neuen Bundesländern beliebte Zeitschrift ein Interview mit dem Deutsche-Bank-Chef geführt hat. Exklusiv. Mit Fotograf. In der Zentrale in Frankfurt.

Jürgen Fitschen ist ein begehrter Gesprächspartner, nicht nur für die „Superillu“. Einige Journalisten anderer, angeblich namhafterer Blätter, warten Wochen und Monate auf ein Interview. Andere Journalisten warten leider vergeblich. „Es war eine sehr angenehme Atmosphäre bei dem Gespräch“, sagt der Redakteur der Zeitschrift, die in der aktuellen Ausgabe über die Vor- und Nachteile von Rohkost, einen Oktoberfestbesuch mit Henry Maske und den neuen Film der Schauspielerin Katharina Thalbach berichtet und auch „Die goldene Henne“ verleiht.

Heute also Jürgen Fitschen. Der Banker tritt als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken an. Sein Interviewpartner sei bei dem Gespräch ganz locker gewesen, erklärt der Superillu-Redakteur.
Fitschen gibt sich volksnah. Der Wettbewerb bei Dispokrediten „funktioniert wunderbar, die Transparenz ist da“, sagt Fitschen über die Privatbanken. Die Zinssätze hätten die Institute in den vergangenen Jahren bereits „mehrfach angepasst“. Die Kritik in vielen Medien findet Fitschen überzogen. „Wir haben andere Probleme, denen wir mehr Aufmerksamkeit schenken sollten“.

Etwa den Stresstest der Banken bei der Europäischen Zentralbank? Dem könnten Deutschlands Banken gelassen entgegensehen, sagt Fitschen. „Der Bankensektor ist heute stabiler denn je“, sagt Fitschen. Die Institute hätten mehr Eigenkapital, das Risikomanagement sei verbessert und der Personalapparat verschlankt worden: „Deswegen können wir dem Ergebnis ohne Nervosität entgegensehen“, sagte Fitschen in seiner Funktion als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Diese Zeilen werden morgen in vielen Zeitungen stehen, denn die Nachrichtenagentur dpa verbreitete die Vorabmeldung der „Superillu“.

Die Vorstände stehen bei der Superillu Schlange
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