Deutsche Bank
Wenn der Vize-Aufsichtsratschef plötzlich wechselt

Heimlich, still und leise löst Stefan Rudschäfski Alfred Herling als Vize-Aufsichtsratschef ab. Ungewöhnlich ist: Die Deutsche Bank kommuniziert diese Personalie nicht. Zuletzt gab es weitere personelle Veränderungen.
  • 0

DüsseldorfBei der Deutschen Bank gibt es einen mehr oder minder überraschenden Wechsel auf dem Posten des Vize-Aufsichtsratschefs. Stefan Rudschäfski, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, löst Alfred Herling ab, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet. Herling wollte ursprünglich erst nach der Hauptversammlung im Mai abtreten. Nun der vorzeitige Sinneswandel: „Ich wollte eine ordentliche Stabübergabe ermöglichen“, so Herling gegenüber der Zeitung.

Ungewöhnlich ist dabei: Die Personalie wurde von der Bank nicht öffentlich kommuniziert. Es gab weder eine Pressemitteilung, noch ein offizielles Statement. Lediglich auf ihrer Homepage hat die Deutsche Bank Rudschäfski unter dem Profil von Aufsichtsratschef Paul Achleitner aufgeführt. Gegenüber der SZ bestätigte die Deutsche Bank bestätigte die Personalie, gab jedoch keinen weiteren Kommentar ab.

Rudschäfski ist seit 2006 stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, seit 2010 Vize des Gesamtbetriebsrats. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen für die Bank tätig. Von 1983 bis 1986 absolvierte er seine Ausbildung bei der Deutschen Bank in Hamburg.

Im Laufe der Woche wurden bereits weitere personelle Veränderungen bei Deutschlands größter Bank bekannt. Peter Hazlewood, Leiter der Anti-Geldwäsche-Abteilung, muss seinen Posten nach nur sechs Monaten aufgeben. Sein Nachfolger soll in Kürze bekanntgegeben werden. Außerdem hat Henry Ritchotte, ein hochrangiger Vertrauter von Ex-Vorstandschef Anshu Jain, die Deutsche Bank verlassen.

Leonidas Exuzidis
Leonidas Exuzidis
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

Kommentare zu " Deutsche Bank: Wenn der Vize-Aufsichtsratschef plötzlich wechselt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%