Die Deutsche Bank predigt Kulturwandel. Sie will einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, wieder für Integrität und Glaubwürdigkeit stehen. Die Hauptversammlung zeigt: Der Plan geht nicht so leicht auf.

Kommentare

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  • "Sie will einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen, wieder für Integrität und Glaubwürdigkeit stehen."
    Wollten die das nicht schon vor Jahren? Fitschen/Jain....da war doch was.

    Man müsste sich halt entscheiden. Entweder mit den US Banken mitzocken und die Chance auf hohe Gewinne und ein bißchen Macht weltweit haben ODER ne ehrlichere, bodenständige weltweit vernetzte Bank werden, die im Konzert der Großen halt garnicht mehr mitspielt.
    Ich kann nicht das zweitere sein und hohe Renditen versprechen. Genau an diesem Spagat arbeiten sie sich ja seit jahren erfolglos ab.
    Hier konkurrieren einfach Systeme weltweit. Und jetzt mit dem Brexit wird man in London auch munter weiterspekulieren dürfen.

  • @ Herr Helmut Metz18.05.2017, 15:23 Uhr

    Ja, das würde grundsätzlich Sinn machen und Spekulations- und Boni-Exzesse limitieren. Die USA haben den Act allerdings 99 unter Clinton aufgehoben - er gilt in den USA also nicht mehr. Trump gab im Wahlkamp 2016 an, ihn wieder einführen zu wollen. Ob was draus wird, angesichts der Berater, die er da (von GS) ins Beraterteam genommen hat??

    Und Glass-Stegall mach m.E. nur dann Sinn, wenn die gesamte Schattenbankenszene gleich mit an die Kette gelegt wird, derzeit verlagert sich das Problem nur. Von der regulierten Bank-Brnache in die unregulierte Hedge-Fonds-Szene. Schauen Sie sich mal den Eigenkapitaleinsatz z.B. von Blackrock an.

  • @Lothar Bitschnau 18.05.2017, 15:35 Uhr

    "Mit destruktivem Einsatz wird nichts besser."

    Am Besten, alles abnicken, Mittagessen und Kuchen mitnehmen , brav klatschen und dann heimgehen. Oder per Internet-/Briefwahl alles mit "Ja" ankreuzen und sich die Fahrt nach Frankfurt sparen.

    Allerdings wird es so auch nicht besser.

  • Vom Aktionär zum Schikane
    .. mich würde die Teilnahme an der HV zu sehr nerven,
    da einige geltungsbedürftige Schikane teils sinnlose Beiträge vortragen und
    Anträge stellen. Mit destruktivem Einsatz wird nichts besser.

  • @Helmut Metz18.05.2017, 15:23 Uhr

    "Die Risiken und evtl. Verluste durch Investment-Zockereien können dann nämlich nicht mehr über die Kundeneinlagen (wie bei Universalbanken) finanziert - und im ungünstigsten Falle (bei (systemrelevanten)"Too-Big-To-Fail-Banken) sozialisiert werden. "


    Exakt deswegen wird die Trennung nicht geschahen.

  • Vorschlag von mir:
    Wie wäre es denn zur Wiederherstellung von "Integrität und Glaubwürdigkeit" damit, ein TRENNBANKENSYSTEM (ähnlich dem US-amerikanischen Glass-Steagall-Act) einzuführen, d.h. die Abschaffung von Universalbanken und Trennung in Investment- und Geschäftsbanken ("Commercials?) Das wäre nämlich eine der ganz, ganz wenigen sinnvollen Regulierungen.
    Die Risiken und evtl. Verluste durch Investment-Zockereien können dann nämlich nicht mehr über die Kundeneinlagen (wie bei Universalbanken) finanziert - und im ungünstigsten Falle (bei (systemrelevanten)"Too-Big-To-Fail-Banken) sozialisiert werden. Für 25% Eigenkapitalrendite (gelle, Joe!) muss man nämlich "gewisse Risiken" eingehen - und der "Moral Hazard" ist bei systemrelevanten Universalbanken einfach viel, viel höher als bei Trennbanken...

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